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  #71  
Alt 22.06.2019, 22:56
Scherfer Scherfer ist offline
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Nö, auch falsch! Die Gründer von Gedmatch haben da auch willentlich niemanden unterstützt. Die Strafverfolger haben lediglich die gleichen Tools verwendet, die allen Nutzern zur Verfügung stehen und haben so einen guten Kandidaten für einen möglichen Verdächtigen identifiziert. Sie hatten keine irgendwie geartete "Hintertür". Ein "Beweis" war auch das noch nicht, weil die Strafverfolger auch keinen Zugang zu den DNA-Daten der Verwandten hatten. Erst eine heimlich genommene DNA-Probe vom Tatverdächtigen und Vergleich mit Spuren von den Tatorten hat die endgültige Klarheit gebracht. Und damit wiederum hatte Gedmatch ebenso wiedergar nichts zu tun.

Somit ist der gegangene Weg auch nicht qualitativ anders als die herkömmlichen Methoden zur Eingrenzung einer Gruppe von Tatverdächtigen. Dass darum international ein Tamtam gemacht wurde und wird, zeigt auch wieder einmal, wie wenig viele von der eigentlichen Vorgehensweise verstanden haben...

Geändert von Scherfer (23.06.2019 um 07:23 Uhr)
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  #72  
Alt 23.06.2019, 01:26
SteffenHaeuser SteffenHaeuser ist offline
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Zitat:
Zitat von Juergen Beitrag anzeigen
Hallo Steffen,

die Gründer von gedmatch verfolgten mit ihrer Unterstützung bei
der Hilfe zur Identifizierung von schweren Straftätern wie Mördern
letztlich auch ein edles Ziel als Nebenprodukt so zu sagen.

Ob die dafür den Big Brother Award verdient hätten oder wofür
nun ancestry diesen verdient hat, wer weiß.

Da müsste ja eine möglichst unabhängige Jury drüber abgestimmt haben.
Dr. Weichert war der Laudator und der, der die Datenschutzexpertise zur Fa. ancestry verfasste.

Gruß Juergen
nun, in der Laudatio wurde ja geschrieben warum ancestry den big brother award verdient. das Problem: das ergibt alles keinen Sinn. Das Problem: Die Jury hatte vermutlich keine Ahnung von der Thematik

@Scherfer: Du hast natürlich recht. nur bei ancestry die keinen Upload von Fremddaten zulassen machts halt noch weniger Sinn.

für mich ist das wesentliche Ergebnis dass man den Big Brother Award nicht mehr so richtig Ernst nehmen kann. oder zumindest bei deren Nominierungen SEHR skeptisch bleiben sollte in Zukunft.
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  #73  
Alt 23.06.2019, 02:26
Benutzerbild von anika
anika anika ist offline
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Standard "Genealogie ohne DNA ist möglich, aber sinnlos!"

Hallo

Woher ergibt sich denn der Beweis eines DNA Test zu einer Person wenn nicht die betreffende Person ein untergeschobenes Kind ist? Dann würde meine DNA stimmen aber trotzdem nicht mit der Person überein stimmen.

anika
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  #74  
Alt 24.06.2019, 13:46
SteffenHaeuser SteffenHaeuser ist offline
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@Anika: Ich glaube Du musst schon genauer sagen, was hier das Problem ist mit Deinem DNA Test. Habe nun nicht ganz verstanden, was das Problem ist.



Du kannst aber mal davon ausgehen dass "DNA lügt nicht". Wenn Du noch sichergehen willst, dass keine Vertauschung einer Probe stattgefunden hat (das wäre zwar extrem unwahrscheinlich, aber kann alles vorkommen) kannst Du natürlich mit einem Test über einen anderen Anbieter nochmal gegentesten.
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  #75  
Alt 25.06.2019, 02:06
Benutzerbild von anika
anika anika ist offline
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Beiträge: 2.378
Standard "Genealogie ohne DNA ist möglich, aber sinnlos!

Hallo

Ich habe keinen Gen Test vorgenommen, ich frage mich nur wie man Anhand einer DNA Probe eine Verwandschaft feststellen kann wenn man nicht sicher davon ausgehen kann das der Vater des Gegen Parts auch wirklich der wirkliche Vater ist.

In der Heutigen Zeit kann man zum Beispiel durch Knochenmark Spenden seine DNA an Personen weiterreichen mit denen man keine gemeinsame Vorfahren hat.

anika
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Ahnenforschung bildet
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  #76  
Alt 25.06.2019, 09:21
Mismid Mismid ist offline
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"In der Heutigen Zeit kann man zum Beispiel durch Knochenmark Spenden seine DNA an Personen weiterreichen mit denen man keine gemeinsame Vorfahren hat."

Die Wahrscheinlichkeit dass jemand eine Knochenmarkspende erhalten hat und einen Gentest macht ist ja äußerst gering.
Und bei einem Gentest über die Mundspeichelhaut im Gegensatz zu einem Bluttest. ist eine Vermischung des Genmaterials auch sehr gering.
Da ist es schon wahrscheinlicher, wenn du vorher ein Steak gegessen hast, dass du mit einer Kuh verwechselst wirst.
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  #77  
Alt 25.06.2019, 12:19
SteffenHaeuser SteffenHaeuser ist offline
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Beiträge: 795
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@Anika: DNA Tests zur DNA-Genealogie werden nicht durch Blutproben, sondern durch Mundschleimhautabrieb oder Speichel bestimmt. Eine "andere DNA" durch Knochenmarkspende ist primär im Blut zu finden, im Mundschleimhautabrieb oder Speichel ist "höchstens temporär eine Verschmischung beider DNAs" zu finden (sprich wenn der Empfang der Spende erst kürzlich war, und selbst dann würde die Probe als "fehlerhaft" erkannt werden).


Zudem würde selbst wenn man davon ausgeht, dass eine wirkliche "Verwechslung" möglich wäre (was meinem Kenntnisstand nach nicht möglich ist) anhand einem Vergleich der Family Trees der gematchten Personen schnell klar sein, "dass da etwas nicht stimmt".


Ich hatte etwa bisher Fälle, wo es darum ging, stammt die Person von Johann K. #1 (aus Wichstadtl) oder Johann K. #2 (aus Grulich) ab. Die DNA Matches lieferten letztlich den ausstehenden Beweis (in Zusammenhang mit paralleler Analyse der Kirchenbücher, die jedoch allein den Beweis nicht leisten konnten).
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  #78  
Alt 25.06.2019, 12:40
laubi07 laubi07 ist offline
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Registriert seit: 10.05.2013
Beiträge: 98
Standard @anika

Nur zur Info. Bei Ancestry steht folgendes. Zitiere:

10. Ist AncestryDNA® sinnvoll für Personen, die in der Vergangenheit eine Knochenmarkspende erhalten haben?

Wir raten Empfängern von Knochenmarkspenden von einem AncestryDNA®-Test ab und empfehlen stattdessen, den Test mit einer oder einem engen Angehörigen durchführen zu lassen, etwa einem Elternteil, einem Bruder oder einer Schwester.

Bei einem DNA-Test untersuchen wir die eingereichte Speichelprobe. Diese enthält Zellen aus verschiedenen Quellen, darunter oft Blutkörperchen, die vom Knochenmark produziert werden. Wenn Sie eine Knochenmarkspende erhalten haben, enthält Ihre Speichelprobe wahrscheinlich Ihre eigene DNA und DNA Ihres Spenders. Durch dieses Nebeneinander verschiedener DNAs fallen die Testergebnisse möglicherweise uneindeutig aus oder enthalten vielleicht sogar ausschließlich die Ergebnisse Ihres Spenders. Daher empfiehlt Ancestry die über AncestryDNA® angebotenen Tests nicht für Empfänger von Knochenmarkspenden. Falls Sie einmal Knochenmark gespendet haben, hat das keinen Einfluss auf Ihre Testergebnisse.
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  #79  
Alt 25.06.2019, 18:00
SteffenHaeuser SteffenHaeuser ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 06.02.2015
Beiträge: 795
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Interessant. Ich hatte meine Aussage hauptsächlich auf einen Artikel bezogen, in dem es um DNA-Tests im Rahmen der Strafverfolgung ging, wo das so geschildert wurde ("kurzzeitig" gemischt bei Speichelproben, beim Blut generelles Problem). Kann natürlich sein, dass Ancestry sich hier auch einfach gegen Eventualitäten absichern will.


Aber wie gesagt - durch abweichende DNA Matches (nicht passende Genealogie bei den Matches) würde das auf jeden Fall auffallen, dass da was nicht stimmt. Wäre dann natürlich u.U. "verschwendet" der Test...


Bei Family Tree DNA steht: "Medical situations that would be of concern would be: known genetic disorders, bone marrow transplants, and/or facial reconstruction with donor skin grafts in the mouth. In any of these cases, please contact us and discuss the specifics of your situation to determine if we can get a usable sample."


Habe weiter gegoogled und hier ein Beispiel gefunden, wo es tatsächlich bei dem Speichelbasierten Probleme gab:


https://www.watersheddna.com/blog-an...splantgedmatch


Der Autor empfiehlt dort Leuten, die eine Knochenmarkspende erhielten zum DNA Testen "Artefakte" zu verwenden (es gibt scheinbar bereits Services, die alte Zahnbürsten oder Briefmarken testen können - könnte mir aber vorstellen, dass das teuer ist...).

Geändert von SteffenHaeuser (25.06.2019 um 18:10 Uhr)
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  #80  
Alt 25.06.2019, 21:00
Benutzerbild von Bergkellner
Bergkellner Bergkellner ist offline
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Zitat:
Zitat von SteffenHaeuser Beitrag anzeigen
Der Autor empfiehlt dort Leuten, die eine Knochenmarkspende erhielten zum DNA Testen "Artefakte" zu verwenden (es gibt scheinbar bereits Services, die alte Zahnbürsten oder Briefmarken testen können - könnte mir aber vorstellen, dass das teuer ist...).
Dazu gab es letztens einen Artikel bei Stern online Link
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