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  #11  
Alt 27.02.2013, 09:19
richtersjung
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Das scheint ja ein heiß umkämpftes Thema zu sein.

Der Herr von Roy behauptet doch, die Familie habe sich nie "Fischer von Treuenfeld" genannt. Dies stimmt so laut der Quelle "Biographisches Handbuch Handbuch der preussischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740-1806/15" auch nicht.

Es steht dort so drin.

In dem anderen Thread, den die "Ostpreussin" genannt hat taucht sehr wohl ein Hinweis auf einen Daniel Philipp von Fischer (1770-1824) auf.

Kategorisch ausschließen lässt sich wohl nichts auf diesem Gebiet.
Vielleicht war er auch ein unehelicher Sohn?

Sein mutmaßlicher Sohn war ja wohl Pfarrer. Vielleicht hat er des weltlichen Ruhmes entsagt.

Ich würde auf jeden Fall im Archiv in Magdeburg die Kirchenbücher einsehen. Dort muss es doch zu ergründen sein.

Einen herzlichen Gruß an "alvedansing" und viel Mut und Glück!!
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  #12  
Alt 27.02.2013, 12:49
Benutzerbild von Billet
Billet Billet ist offline männlich
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Hier noch ein
Nachtrag von Herrn v. Roy

Allgemein bekannt ist, daß der alte „Gotha“ sowohl unvollständig als auch fehlerhaft war !!

Im vorliegenden Fall erhielten DANIEL v. FISCHER (1735-1791), Königl. preuß. Kriegs-, Domänen- und Forstrat, Herr auf Neinstedt und Finerode, und seine 3 Brüder FRANZ (1733-1790), Pfarrer zu Hornhausen, CHRISTIAN (1734-1791), Königl. preuß. Justizamtmann und Kommissionsrat sowie Herr auf Weverlingen, und EBERHARD (1742-1798), Dr. med., Königl. preuß. Hofrat, auch Ratsherr in Aschersleben, durch Allerhöchste Kabinettordre vom 3. Nov. 1 7 8 9 eine preußische Anerkennung ihres Adelsstandes.

Im „Gotha“ von 1912 werden zwar KARL ERNST v. FISCHER (* Weverlingen 1769, + Stettin 1824), Königl. preuß. Oberlandesgerichtsrat in Stettin, und seine Kinder, nicht jedoch sein B r u d e r DANIEL (1770-1824), Herr auf Weverlingen, genannt. Da aber sowohl KARL ERNST als auch DANIEL Söhne des vorstehend genannten - 1789 geadelten - CHRISTIAN (1734-1791) waren, so waren auch DANIEL (1770-1824) und seine ehelichen Nachfahren dem A d e l zuzurechnen (es sei denn, daß DANIEL unehelich geboren war oder daß man ihm den Adel per Gerichtsbeschluß aberkannt hatte, was aber wohl kaum zu vermuten ist).

Wie dem auch sei: die Auffassung, daß der - im „Gotha“ nicht erwähnte – DANIEL (1770-1824) eine „nicht mehr adelige Linie der Familie“ begründete, läßt sich nicht vertreten.

MfG
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  #13  
Alt 27.02.2013, 14:24
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Johannes v.W. Johannes v.W. ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von richtersjung Beitrag anzeigen
Das scheint ja ein heiß umkämpftes Thema zu sein.
Viel Lärm um nichts, der Anfrager hat sich sang- und klanglos wieder abgemeldet.

Herr v. Roy hat recht: Sowohl nach Adelslexikon 1975, S. 289f. als auch nach GHdA Adel B, Bd. 12, 1977, S. 108ff. lautete die Adelsanerkennung der Familie 1788, bzw. 1789 auf "v. Fischer" und 1846, bzw. 1864 folgte dann die kgl. preuß. Genehmigung zu "v. Fischer-Treuenfeld", teils auch ad personam zu "v. Treuenfeld".
Freiwillige Adelsverzichte sind sehr selten und wenn, dann meist innerhalb einer eng gefassten, selbstbewußt großbürgerlichen Schicht, z.B. in der Hamburger Kaufmannschaft oder der sog. altwürttemberger Ehrbarkeit. Es sind mir auch einige wenige Fälle von Pastoren bekannt, aber alles das viel früher im 16./17. Jh.
Zur Wende des 19. Jh. wäre das äußerst ungewöhnlich- im Gegenteil suchten einige solcher Familien hier wieder um die Adelsanerkennung an.

Der Anfrager schrieb, ihm sei vieles bekannt (was denn?), manches nicht (was?) und er suche jegliche Informationen... alles bewußt vage gehalten.
Weiß er nicht, daß die User hier in ihrer Freizeit forschen und schreiben? Bei solchen Anfragen und folgenden Tonfall muß man sich nicht wundern, wenn "alte Hasen" etwas ungehalten reagieren oder bei Usern, die noch nicht ein gewisses Quantum an Beiträgen erfüllt haben, gar nicht mehr antworten.

Viele Grüße
Johannes
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Dergleichen [genealogische] Nachrichten gereichen nicht nur denen Interessenten selbst, sondern auch anderen kuriosen Personen zu einem an sich unschuldigen Vergnügen; ja, sie haben gar oft in dem gemeinen Leben und bei besonderen Gelegenheiten ihren vielfältigen Nutzen. Johann Jakob Moser, 1752
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  #14  
Alt 27.02.2013, 15:12
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Ostpreussin Ostpreussin ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von richtersjung Beitrag anzeigen
Sein mutmaßlicher Sohn war ja wohl Pfarrer.
Da kann ich nur meine Frage wiederholen: welchen Beleg gibt es denn, daß der Wilhelm tatsächlich der Sohn des Daniel war ???
Nur weil beide mit Nachnamen Fischer hießen, in einer ähnlichen Zeitspanne und einer ähnlichen Region gelebt haben, heißt das ja noch nicht, daß sie miteinander verwandt waren.

@ Tim: ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Experten in diesem Unterforum sich wirklich sehr gut auskennen. Gerade Herr von Roy (und später Johannes) hat mir mit seinem Wissen sehr geholfen - ohne ihn würde ich heute immer noch in der falschen Region suchen. Das heißt nicht, daß man nicht auch unterschiedlicher Meinung sein kann, oder einfach alles unbesehen hinnimmt, sondern daß die Wahrscheinlichkeit, daß die Sachlage so ist, wie dargestellt, sehr hoch ist.

Und wenn ich Alvedansing wäre, würde ich genau in diese Richtung weitersuchen, nämlich die adeligen v. Fischer erst mal zur Seite legen, und schauen, wer die Eltern von Pfarrer Wilhelm waren. Und dann kann man ja weitersehen. Viele Grüße.
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Viele Grüße von der Ostpreussin

"Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn" (Erasmus von Rotterdam)
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  #15  
Alt 27.02.2013, 15:21
Juergen Juergen ist offline
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Hallo allerseits,

Hier wird irgendwas von "abgelegten" Adel in Zusammenhang mit Fischer v. FISCHER
geschrieben. Leider nicht komplett online lesbar.

--> http://books.google.de/books?ei=uhMu...ngen%22&q=Adel

Titel Teplitz 1840.: Das Tagebuch des Land- und Stadt-Gerichtsrats Carl von Fischer, mit einer familiengeschichtlichen Einleitung.
Autoren Carl von Fischer, Isabel Sellheim
Verlag R.G. Fischer, 1980
Original von die University of Virginia
Digitalisiert 12. März 2009
ISBN 3883231932, 9783883231938
Länge 256 Seiten

Eventuell hat der Anfragende, der hier schon wieder abgemeldet ist, seine Infos aus diesem Buch.

In wie fern, die Angaben in dem Buch korrekt und überprüfbar sind, und nicht bloße Erzählung sind, weiß ich nicht.

Welche Verbindungen er selbst zu diesen Familien hat, wird er selbst wissen.


Gruß Juergen

Geändert von Juergen (27.02.2013 um 15:29 Uhr)
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  #16  
Alt 27.02.2013, 20:43
mumof2 mumof2 ist offline weiblich
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Johannes, ich kann Dir nur zustimmen. Für einen Gast (!) und Neuling, der um Informationen gebeten hatte, war der angeschlagene Ton von alvedansing unpassend.

Ich muss Euch allen jedoch hoch anrechnen, dass Ihr nicht mit eingestiegen seid, und Eure Beiträge weiterhin neutral verfasst habt. Lasst Euch die Laune und Schreibwilligkeit nicht verderben. Auf ein weiterhin gutes Miteinander

mum of 2
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Viele Grüße
mum of 2
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  #17  
Alt 28.02.2013, 10:12
DerTim DerTim ist offline
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Zitat:
Zitat von Ostpreussin Beitrag anzeigen
Da kann ich nur meine Frage wiederholen: welchen Beleg gibt es denn, daß der Wilhelm tatsächlich der Sohn des Daniel war ???
Nur weil beide mit Nachnamen Fischer hießen, in einer ähnlichen Zeitspanne und einer ähnlichen Region gelebt haben, heißt das ja noch nicht, daß sie miteinander verwandt waren.

@ Tim: ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Experten in diesem Unterforum sich wirklich sehr gut auskennen. Gerade Herr von Roy (und später Johannes) hat mir mit seinem Wissen sehr geholfen - ohne ihn würde ich heute immer noch in der falschen Region suchen. Das heißt nicht, daß man nicht auch unterschiedlicher Meinung sein kann, oder einfach alles unbesehen hinnimmt, sondern daß die Wahrscheinlichkeit, daß die Sachlage so ist, wie dargestellt, sehr hoch ist.

Und wenn ich Alvedansing wäre, würde ich genau in diese Richtung weitersuchen, nämlich die adeligen v. Fischer erst mal zur Seite legen, und schauen, wer die Eltern von Pfarrer Wilhelm waren. Und dann kann man ja weitersehen. Viele Grüße.
Will ich auch gar nicht bezweifeln. Ich habe ja auch gesagt, dass hier viele Leute mit einem großen Wissen mitschreiben. Aber auch die kochen alle nur mit Wasser und sind nie unfehlbar
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  #18  
Alt 28.02.2013, 14:10
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Zitat:
" Aber auch die kochen alle nur mit Wasser und sind nie unfehlbar "

Schon mal was von Anstand und Höflichkeit gehört ?"

.... und nur mal so nebenbei als Hinweis:

Fischer-Treuenfels
das Wappen dieser Adelsfamilie läßt sich finden in der Sammlung:
Siebmacher, Preussen, Bd. 14,
Seite 128, Tafel 172
----------------------
Zur Schreibweise "Fischer"
(ohne weiteren Hinweis zu "Treuenfels")
lassen sich ca. 266 Wappen in verschiedenen Sammlungen auffinden.

Und Namengleichheit bedeutet noch lange nicht Wappengleichheit
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  #19  
Alt 28.02.2013, 15:38
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Ostpreussin Ostpreussin ist offline weiblich
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Tim, ich habe nicht gesagt, daß jeder, der hier mitschreibt, unfehlbar ist, sondern, daß man die Hinweise von Experten, die sich seit Jahrzehnten mit der Materie befassen, nicht einfach anzweifeln sollte. Selbstverständlich sind die gegebenen Hinweise zu überprüfen, daß heißt (und ich sage es jetzt zum dritten Mal): wer war der Vater von Pfarrer Wilhelm? ERST dann macht es irgendeinen Sinn, weiterzudiskutieren. Vielleicht irre ich mich auch, aber ich habe den Eindruck, daß du, Alvedansing und Richtersjung der Meinung seid, wir würden Alvedansing die adelige Abstammung vielleicht nicht gönnen. Das ist mit Sicherheit nicht so! Warum auch? Allerdings drängt sich doch bei der Art der Anfrage unzweifelhaft die Vermutung auf, der Anfragesteller weiß nicht, von wem Pfarrer Wilhelm abstammt, vermutet aber eine Verwandschaft zu den adeligen von Fischer-T. Wenn das keine Vermutung, sondern eine Tatsache gewesen wäre, hätte er unzweifelhaft mit Daten und Fakten aufwarten können, die das belegen. Und alle, die sich hier mit der Materie auskennen, hätten ihm dann gern weitergeholfen. Aber bei den ersten Äußerungen von Zweifeln gleich auf völlig unangemessene Weise zu reagieren, hat Alvedansing nur eins gebracht: es wird ihm niemand mehr helfen. Bezüglich "Alvedansing" habe noch einen anderen Verdacht, den ich hier aber nicht öffentlich äußern möchte. Viele Grüße.
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  #20  
Alt 12.04.2013, 17:28
richtersjung
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Es steht fest, der Karl Wilhelm Fischer ist ein Sohn des Daniel Philipp Christoph von Fischer; ein unehelicher. Deswegen kein Adelstitel und keine Erwähnung in den einschlägigen Auflistungen des Adels.
Man mag nun sagen, es bestünde somit keine rechtliche Verwandschaft, obwohl sich dies mit den Gesetzen der heutigen Zeit kaum so interpretieren lässt. in wie weit diese Kriterien hier greifen, sei anderen überlassen.
Gleichwohl besteht aber eindeutig eine genetische Verwandschaft.

Mit besten Grüßen an die objektiv hilfreichen Mitmenschen; vielen Dank!!
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