#1  
Alt 20.03.2013, 18:09
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Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Standard Unsere Mütter, unsere Väter (ZDF)

Liebe Mitforscher!

Heute abend wird der dritte und letzte Teil von "Unsere Mütter, unsere Väter" im ZDF ab 20.15 Uhr bis 21.45 Uhr gesendet.

Anschauen lohnt sich auch für uns.

Gruß
Matthias
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  #2  
Alt 20.03.2013, 20:35
UHF51
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Als sehenswert sehe ich dieses Machwerk nicht an. Leider wieder der Versuch der Ö-R die Geschichte "aufzuarbeiten" und der Spiele- und PC-Generation durch "Action" schmackhaft zu machen.
Knopp ist weg und 15 Millionen Euro Produktionskosten sind ja locker im Budget der neuen Haushaltsabgabe (ehem. GEZ-Gebühr) drin.
Über die handwerklichen und militärgeschichtlichen Fehler möchte ich mich hier nicht auslassen.

MfG UHF51
  #3  
Alt 20.03.2013, 22:50
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Saxon52 Saxon52 ist offline männlich
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Mit Verlaub Herr UHF51,

andere Menschen sehen das glaube ich etwas anders...
Die eigene Meinung äußern ist sicher ok, aber muß es gleich in dieser Form sein?

MfG Saxon52
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  #4  
Alt 20.03.2013, 23:01
Asphaltblume Asphaltblume ist offline
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Ich fand den Dreiteiler interessant und auch ganz gut gemacht. Und meine Mutter meinte zwischendrin immer mal, ja, so sah das damals aus, sowas hab ich auch gesehen. Sie ist 1940 geboren, hat den Krieg also als Kleinkind erlebt.
  #5  
Alt 20.03.2013, 23:25
Bitzer Bitzer ist offline
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Inhaltlich mag dieser Dreiteiler den Kern gefunden habe. Etliche Schnitzer, zu viele sentimentale Aufnahmen und auch zu viel Pathos, störten mich. Liegt es an unserer deutschen Sentimentale Ader oder an dem fast klassischen "Tatort" Stil. Bin Jahrgang 30 und habe es gründlich mitgemacht und man schaut sich`s mit anderen Augen an.
MfG Bitzer
  #6  
Alt 20.03.2013, 23:53
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Mich würde es schon interessieren, wie realistisch dieser Film war. Ich musste dabei an meinen Vater und seine Brüder denken, die alle drei diesen Krieg mitmachen mussten. Der älteste kam mit amputierten Beinen zurück (in Russland erfroren), der zweite mit zwei gebrochenen Rückenwirbeln und Tuberkulose. Der jüngste kam nicht wieder, er geriet in den Kessel von Stalingrad und galt als vermisst.
Erzählt hat mein Vater nichts vom Krieg.

Viele Grüße
Roswitha
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  #7  
Alt 21.03.2013, 00:14
econ econ ist offline
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Bevor man jetzt alles zu Tode diskutiert, sollte man nicht vergessen, daß dieser Film lediglich das Schicksal von 5 jungen Menschen schildert. Vielleicht ist der Titel nicht der Wahre gewesen. Aber irgendjemand wird genau das so erlebt haben.

Meine beiden Beispiele könnten unterschiedlicher nicht sein:
Meine Oma, bei Kriegsende 19 Jahre alt, war ab 1943 im Osteinsatz, später bis Kriegsende bei der Flak. Sie hat kaum Schlimmes zu berichten. Ihre gesamte Familie traf sich bereits vor Kriegsende in Nds. wieder. Sie verlor "nur" ihre Heimat.
Mein Opa, bei Kriegsende 22 Jahre alt, verlor an der Ostfront ein Auge, ein Lungenflügel von Granatsplittern verletzt, er verlor seine schlesische Heimat und seine gesamte Familie, die bis heute als vermißt gilt. Nach der Gefangenschaft war er mutterseelen allein in der Fremde. Bis zu seinem letzten Atemzug vor 6 Monaten war er traumatisiert. Über FRÜHER wollte er nie reden.

Damit will ich nur sagen, die Schicksale waren unterschiedlich, aber da vom Krieg geprägt, allesamt Sch...e.
Und mal ganz ehrlich, Dokus über den Krieg gibts täglich im Pay-TV. Ein bißchen Herzschmerz mußte schon sein.

Lg und Gute Nacht von Econ
  #8  
Alt 21.03.2013, 00:47
Asphaltblume Asphaltblume ist offline
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Wenn man aus fünf Schicksalen eine Geschichte erzählen will, die spannend ist und als Geschichte im Sinne von Erzählung funktioniert, dann muss man die Wirklichkeit reduzieren und konzentrieren, übertreiben und glätten, anders geht es erzähltechnisch nicht. Schon dass die fünf sich ständig zufällig über den Weg laufen, ist unrealistisch, aber erzähltechnisch notwendig, sonst fallen die Erzählstränge zu weit auseinander. Oder die erzähltechnische Folgerichtigkeit, dass die Denunziantin später selbst denunziert wird und dass sie der einst denunzierten Russin in umgekehrten Rollen wieder begegnet - realistisch ist das nicht, aber erzähllogisch ist es allemal.
  #9  
Alt 21.03.2013, 02:42
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Hallo,

da wir ja eine Meinungsfreiheit haben und jeder sagen kann was er denkt, gebe ich hier mal meine Meinung bekannt.

Zitat:
Als sehenswert sehe ich dieses Machwerk nicht an. Leider wieder der Versuch der Ö-R die Geschichte "aufzuarbeiten" und der Spiele- und PC-Generation durch "Action" schmackhaft zu machen.
Knopp ist weg und 15 Millionen Euro Produktionskosten sind ja locker im Budget der neuen Haushaltsabgabe (ehem. GEZ-Gebühr) drin. Über die handwerklichen und militärgeschichtlichen Fehler möchte ich mich hier nicht auslassen.
MfG UHF51
Ich möchte nicht persönlich werden, aber für mich ist diese Argumentation einfach nur dumm. Man hat den Sinn und Zweck nicht verstanden und sollte das dann lieber nicht anschauen. Auch wäre es von Vorteil gewesen die Dokumentation nach dem 1. und nach dem 3. Teil (auch wenn es spät geworden wäre) zu schauen um viele Zeitzeugen zu hören!

Da ich mit meinen Schwiegervater (und auch mit meinem Großvater) sehr oft über den Krieg gesprochen habe und er auch diesen 3 Teiler gesehen hat (auch wenn er schon sehr alt ist - Gott sei Dank -) konnte er mir nur bestätigen das es der Handlung sehr nahe kam und er es teilweise auch erlebt hat. Er sagt, das man das in einem Film nie 100 %ig darstellen könnte, aber es trifft den Kern.

1. ein Bruder meines Großvaters verschollen seit 1945. Hinterließ eine Frau und 4 Kinder.
2. ein weiterer Bruder seit dem Krieg zeugungsunfähig weil ihm im Krieg etwas verloren ging.
3. Großvater und Schwiegervater blieben Gott sei Dank unverletzt und kamen gesund wieder!

Das war`s auch schon dazu von meiner Seite!

Gruss Hermie
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Geändert von hermie (21.03.2013 um 05:51 Uhr)
  #10  
Alt 21.03.2013, 08:46
Renate7 Renate7 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von econ Beitrag anzeigen
Bevor man jetzt alles zu Tode diskutiert, sollte man nicht vergessen, daß dieser Film lediglich das Schicksal von 5 jungen Menschen schildert. ....Und mal ganz ehrlich, Dokus über den Krieg gibts täglich im Pay-TV. Ein bißchen Herzschmerz mußte schon sein.

Lg und Gute Nacht von Econ
Guten Morgen, liebe Zuschauer,

genau ! Ein anderes Format, hätte wahrscheinlich nicht so viele Zuschauer vor den Fernseher gelockt, und mal ehrlich, die Hauptsache ist doch, das es viele zum Nachdenken bringt. Nicht jeder schaut sich Dokumentationen zu diesem Thema an, der vorangestellte Film, war ein gutes Sprungbrett. Ich fand den Film facettenreich, auch informativ, und der Hauptkern" wie sich der Mensch, durch den Krieg verändert" sehr gut dargestellt.

Viele liebe Grüße
Renate
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