#1  
Alt 22.11.2020, 18:21
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stawitjana stawitjana ist offline
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Standard Müller & Schäfer

Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: um 1780
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Obornik
Konfession der gesuchten Person(en): luth.
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):

werte Mitforschende,


Im Jahr 1797 gibt es in Malczew/Adamow bei Lodz die ersten Geburtseinträge von Martin Sonnenberg und seiner vermeintlichen Tochter Anna Luisa, kurz darauf seines vermeintlichen Sohns Bogumils. 1808 stirbt seine Frau Marianne Klatt, er gibt ihr gemeinsames Alter mit 50 an und heiratet neu. In Posen, wo ich seine Herkunft suchte, gibt es Dutzende von Martin Sonnenbergs, manche sogar auch mit einer Marianne Klatt verheiratet. Nie hat es wirklich gepasst. Vor einigen Monaten fand ich endlich in Obornik ihren Heiratseintrag von 1777 plus zwei Bestätigungen ihrer bekannten Kinder. Als sein Vater (und von zwei weiteren Geschwistern) wird ein Michael angegeben, gewesener Müller auf der Wolfsmühle bei Wronke. Martin ist der jüngste Sohn. Die Geburtseinträge meiner 4xUrgroßmutter Anna Luisa und ihres Bruders Bogumil (1776 und 1780) waren ebenfalls zu finden, allerdings war das Elternpaar ein Michael Sonnenburg und Regina Pahl. In den 80ern verliert sich ihrer aller Spur. In der Gegend von Obornik gibt es noch eine ganze Menge Sonnenburgs, die meisten sind Schäfer, während die Müllerskinder allesamt Freikrüger sind, einer, Christian ist Schmied. Ich frage mich ernsthaft, wie das Verhältnis zwischen Müllern und Schäfern generell ist? Oft habe ich schon den Eintrag gesehen - Schäfer bei der Soundso-Mühle - aber die Hierarchie ist mir unklar. Ich denke, Müller sind wohlhabender als Schäfer, haben aber bei einem Dutzend Kinder auch nur eine Mühle zu vererben. Kann mir einer der Erfahreneren hier mehr darüber erklären? Habe, was um Obornik, Rogasen, Schokken und Wronke online verfügbar ist, abgeklappert und komme nicht recht weiter.

Danke schonmal Hartmut
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  #2  
Alt 23.11.2020, 10:08
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Hallo Hartmut,

Zitat:
Zitat von stawitjana Beitrag anzeigen
Ich frage mich ernsthaft, wie das Verhältnis zwischen Müllern und Schäfern generell ist? Oft habe ich schon den Eintrag gesehen - Schäfer bei der Soundso-Mühle - aber die Hierarchie ist mir unklar. Ich denke, Müller sind wohlhabender als Schäfer, haben aber bei einem Dutzend Kinder auch nur eine Mühle zu vererben.
ob Müller wohlhabender waren als Schäfer ist wohl nur schwer zu beantworten und vom Einzelfall abhängig. Bei Schäfern muß man auch differenzieren – der Tagelöhner, der mal als Schäfer aktiv war, sodann ein echter Schäfer und dann der Schafmeister, bzw. Schäfermeister. Weiterhin gab es auch herrschaftliche Schäfermeister. Allein in dem Kontext wird es schon bedeutende Unterschiede gegeben haben.

Ich habe viele Müllermeister (Mühlenmeister) in der Familie und das Gros davon, besaß eine eigene Mühle und nicht wenige von ihnen waren zugleich Mühlenbauer. Nicht immer bekam der älteste Sohn die Mühle, oft bekam sie der jüngste Sohn oder die Tochter mit ihrem Mann. Ich habe auch viele Fälle, wo später die Kinder neue Mühlen bauten und dort wirkten.

Vielleicht kann die Grundstücksgröße ein Indiz sein – ich habe einen Verwandten im 18. Jahrhundert, ein Müllermeister, der besaß an die 170.000 m² Land; indessen ein Vorfahre von mir im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts knapp 500.000 m² Land besaß – als Schafmeister und Gerichtsschulz. Alles in der Provinz Posen.

Abschließend habe ich noch einige Schäfer, die abbrannten (Wohnhaus oder Scheune) und wenn ich mir die Summen der Entschädigung ansehe – das mußte man sich auch erst mal leisten können.

Alles Gute

Marcus
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  #3  
Alt 23.11.2020, 20:44
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stawitjana stawitjana ist offline
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danke Marcus, habe auch drei kleine Müllerdynastien in der Familie (Schwarzkopf, Lebrecht und Renn) kenne aber nicht die genauen Vermögensverhältnisse. Die Sonnenburgs kannte ich noch nicht als Müller (außer dem von der Nadolny Mlyn). Der Zweig aus Wronke wirkt auf jeden Fall zwischen all den Schäfern drumherum wie ein Fremdkörper. In Wronke und auch in Peterawe gibt leider keinen Hinweis auf die Wolfsmühle.
Gruß Hartmut
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  #4  
Alt 24.11.2020, 09:40
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Hallo Hartmut,

woher stammt denn der Hinweis auf die Wolfsmühle? Ich habe zwei Mühlen, die im Laufe der Zeit ihre eigenen Namen bekamen und später auch so im Kirchenbuch auftauchten, obwohl der Ort ganz anders hieß. Wieso auch nicht - jeder kannte die Mühlen; wer dachte schon daran, daß das Jahrhunderte später anders aussehen würde.

Möglicherweise lohnt ein Blick in alte Karten – vermutlich bekam eine Mühle in der Nähe irgendwann den Namen Wolfsmühle.

Alles Gute

Marcus
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  #5  
Alt 24.11.2020, 14:57
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Hallo Hartmut,


hast du hier schon mal geguckt? http://gov.genealogy.net/search/name Da gibt es einen Hinweis auf einen "Wohnplatz" Wolfsmühle in der Nähe von Wronke/Wronki.


Ich bin auch auf der Suche nach Sonnenburgs in der Gegend, leider bisher recht erfolglos. Nach in Familienbesitz befindlichen Unterlagen ist ein Gottfried
SONNENBURG mein 4xUrgroßvater. Über seine Eltern habe ich bisher überhaupt garnichts gefunden ... Seine Tochter Beata ist laut diesen Unterlagen 1824 in Nawisk (heute Nienawiszcz) geboren und hat 1847 in Rogasen einen Wilhelm LÜCK geheiratet.


Vielleicht hast du ja einen Hinweis für mich!?
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Sabine Buch


Suche nach FN Ri(e)ske, Sonnenburg, Lück, Haufe (ehem. Provinz Posen); Buch, Seiß, Bernhardt (Thüringen) ...........
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  #6  
Alt 25.11.2020, 11:02
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#Marcus, die Wolfsmühle taucht in den drei Heiratseinträgen aus Obornik und Roznowo auf. Die Mühle findet sich auf Meyers Gazetteer zwischen Jasienna und Peterawe oberhalb von Wronki. Dort habe ich leider keine Daten gefunden. Nur einen Michael Sommerfeld in Jasienna.
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  #7  
Alt 25.11.2020, 11:39
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#Sabine, habe bei mir zwei Einträge zu Gottfried S in Nowiske gefunden - Sohn Michael, geb 4.8.1778 und Martin, geb 22.9.1780, Mutter Maria Jeske. KB Rogasen, S. 27
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  #8  
Alt 27.11.2020, 15:17
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Hallo Hartmut,


danke. Ich fürchte, der Gottfried passt nicht.
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Sabine Buch


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  #9  
Alt 02.12.2020, 22:03
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hallo Sabine, ich hätte da noch zwei Kandidaten:
* 26.12.1783 Lechlin, Johann Gottlieb S., Vater Christian, Schmied
* 16.8.1794 Kowanowke, Gottfried S., Vater Ludewig (aus Garbatka), Schäfer
ich fürchte aber, du bist in der gleichen Sackgasse wie ich bei meinen Hartwigs gelandet. Die saßen im Holländerdorf Jastrembice in der Gegend von Gross Hauland und zuständig war Buschdorf (Budsischewo). Manche Einträge erschienen in den umliegenden Gemeinden von Roznowo, Parkowo, Rogasen, Bialencyn bis Skoki und Revier, aber Jastrembice und wohl ebenfalls nebenan Nawisk sind leider ins schwarze Loch gefallen. Wann erwartest du denn die Geburt von Gottfried? Er kann ja in einem der genannten Orte geboren sein. Hast du den Namen der Ehefrau?

Geändert von stawitjana (02.12.2020 um 22:05 Uhr)
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  #10  
Alt 02.12.2020, 23:27
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Standard Gottfried Sonnenburg

Hallo Hartmut,


danke, die werd ich mir nochmal ansehen!


Seine Frau hieß (alles unter Vorbehalt!) Caroline Elisabeth, geb. WILLE oder WILKE.
Beide könnten um 1800 geboren worden sein.

Die Tochter Beata/-e wurde am 7. Juli 1824 geboren in Nawisk und hat 1847 in Rogasen Wilhelm LÜCK geheiratet.

Ich hab schon einige polnische Archivseiten durchgesucht, bin aber bisher nicht fündig geworden.
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