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  #11  
Alt 10.02.2020, 21:47
Benutzerbild von DariusKollotzek
DariusKollotzek DariusKollotzek ist offline männlich
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Schmiedeberg dort war ich schon mal, aber vor langem, lange Zeit. noch mit meinem Vater. Wir waren oft und gerne in der Gegen von Krummhübel. Schreiberhau und Heuscheuergebirge schöne Gegend. Daran denke ich öfter, dass ich dort mal wieder Urlaub verbringen könnte.
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  #12  
Alt 10.02.2020, 23:11
U.Christoph U.Christoph ist offline weiblich
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Guten Abend liebe Forscher,

in unserer Familie wurde viel erzählt und es gibt eine Chronik mit persönlichen Fakten.
Mein Großvater * 1858 war ein mittlerer Sohn, macht 1872 eine 3 jährige Präparanden Ausbildung bei einem Dorflehrer. 1875-1878 besuchte er das königliche kath. Schullehrerseminar zu Breslau. März 1878 wurde er zur provisorischen Anstellung an einer kath. Schule für befähigt erklärt. Juli-Aug 1878 Militärpflicht in der 2. Kompanie des Schlesischen Grenadier Regiments Nr. II in Breslau. Danach Adjuvant bei 20 Mark Monatsgehalt und freier Kost. Ein Bier kostete 5 Pfennig. Anstellung Juli 1880 bei einem jährlichen Einkommen von 769 Mark. 1880 2. Lehrerprüfung, ab 1885 Hauptlehrer, danach betrug das jährliches Einkommen 1077 Mark und setzte sich aus folgenden Posten zusammen: 23 400 m3 Holz, das von der Gemeinde gehackt und geliefert werden musste, Lieferung zum 01.10 jeden Jahres, das Getreide mit Martini. 24 hl Roggen, 2,25 hl Kuchelspeise, 144 Acker- und Viehnutzungsentschädigung und 546 Mark. Das Gehalt wurde 1/4 jährlich postnumerando gezahlt. Nach den Erzählungen hatte der Lehrer eine gewisse Stellung im Dorf, waren aber sonst arme Schlucker. Mein Großmutter * 1861 brachte 11 Kinder zur Welt und unterrichtete in dem und anderen Orten Weißnähen und hatte damit auch Bezüge. Die Orte lagen je Wegstrecke etwa 5-8 Kilometer entfernt.

Vielleicht gibt das einen kleinen Einblick?
Viele Grüße
Ursula

Geändert von U.Christoph (10.02.2020 um 23:17 Uhr)
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  #13  
Alt 11.02.2020, 09:08
Benutzerbild von DariusKollotzek
DariusKollotzek DariusKollotzek ist offline männlich
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Das kann man sich heute nur schwer vorstellen. Meine Mutter erzählte über seinen Onkel Gustav der in einem Zeitungsverlag als Setzer arbeitete und Täglich mit dem Rad von Gleiwitz 40 km hin und 40 km zurückgefahren ist. Also mein lieber Scholli…!!! Und dazu 12 Stundenarbeitstag. Der Urgroßvater der auf der Bahn arbeitete hat angeblich auch selten geschlafen, sondern nur bei Gartenarbeit ab und zu gedämmert. Viele Kinder war damals normal der Urgroßvater Urban hat viele Kinder, die Hälfte sind im Kindesalter gestorben. Ein andrer Urgroßvater war Heger oder Förster, er hatte 13 Kinder mit meiner Urgroßmutter. Aber Angeblich war er bei den anderen Frauen fleißig und hatte außerdem noch ein paar unehrliche.
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  #14  
Alt 11.02.2020, 13:16
Capro Capro ist offline
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Hallo,

neben dem schon anderen Gesagten: Ich habe mich in den letzten Monaten durch ein oberschlesisches Kreisblatt gegraben. Das ist zwar Amtspresse, aber man bekommt schon zumindest über die Rahmenbedingungen einen Eindruck. Oft auch durchaus darüber hinaus.


(Und, wenn man Glück hat, dann findet man außerdem mehr oder weniger unrühmliche Einträge über den ein und anderen Verwandten.)

Viele Grüße

Capro
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  #15  
Alt 12.02.2020, 06:01
fajo fajo ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von DariusKollotzek Beitrag anzeigen
Da viel mir grade die Tante meines Vaters Genovefa Kortz ein. Mit 94 Jahren lebte sie schon in ihre eigene Welt. Die Sagte immer Zu Kaiser Josef Zeiten das waren noch Zeiten. Und Steckte mir immer ein Paar Millionen Reichsmark in der Tasche, wenn ich ihr bei Kohle schippen geholfen habe. „Junge kauf Dir was dafür“. Natürlich in den 70-ern konnte ich dafür nichts kaufen. Ich fand das damals aber sehr amüsant.
Ich hoffe doch, das du die Millionen noch hast? Wer weiß was du noich damit anfangen kannst? -
Genau solche und ähnliche Erinnerungen aus der Kindheit sind es schon alleine einfach wert, sich einmal auf den Weg zu machen.
Ich kann dir nur bestätigen, dass sich eine Reise ganz bestimmt lohnt.... hat bei mir 60 Jahre gedauert. Aber nun habe ich mal gesehen welchen Berg meine Oma (die ich leider nie kennengelernen habe) fast täglich meinem Vater hinterher gekrackselt ist, um ihm das Schulbrot schnell noch zu zustecken. Habe ich daher meine Fitness? -

Leider waren es nur 14 Tage. Aber ich werde mich ganz, ganz bestimmt nochmals auf den Weg nach Böhmen machen. Allerdings mit viel mehr Zeit und Input.
__________________
Vorsicht : >Ich habe keine Ausbildung. Ich habe Inspiration. ... < von Bob Marly -**



Geändert von fajo (12.02.2020 um 06:03 Uhr)
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  #16  
Alt 13.02.2020, 02:01
Benutzerbild von DariusKollotzek
DariusKollotzek DariusKollotzek ist offline männlich
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Lächeln

Daran denke ich auch die Ganze Zeit. Nach über 30 Jahren hat sich sicherlich viel geendert. In manchen Ortschaften und Verwandten war ich als zuletzt als ich 3-6 Jahren alt war. Ich kann mich nur bisschen daran erinnern als mal dort ausgesehen hat. Viele Gebäude, oder Personen die nicht mehr da sind an die erinnert sich dort bestimmt keine mehr. Ich bin zum Beispiel die Ganze Zeit an überlegen ob in Großstein oder in Schedlitz da Försterhaus noch stehen mag. Online habe ich nichts mehr gefunden. Und wenn ich mich mal auf die Reise in die Vergangenheit machen sollte verlangt das eine gründliche Vorbereitung. So auf gut Glück zu fahren und fragen befürchte ich, dass zu viel verpassen würde. So war ich vor 20 Jahren in Großstein an dem wiederaufgebauten Schloss der Familie Strachwitz. Urgroßvater und Ururgroßvater waren dort als Heger (Förster) eingestellt. Den Garten konnte ich nur durch die Zaunritzen betrachten.
Ja die Tante war was Besonderes, manchmal wusste ich nicht, ob sie uns nur veräppelt, oder ob sie so schlecht hört. Immer wenn ihr was nicht gepasst hatte hat sie laut gefragt „jako“ („Wie“).
Eines Tages fanden wir sie mit offenen Augen und offenen Mund liegend. Sie war damals schon über 90zich. Der schnell herbeigerufene Arzt kam erst nach 1 Stunde aus dem Schlafzimmer und sagte zu dem ebenfalls eilig herbeigerufenen Pfarrer „sie sind hier zu früh, die Stirbt nicht die ist besoffen“. Als mein Vatter sie am nächsten Tag fragte, was sie da getrunken hat, sagte sie ganz unschuldig, “Das war kein Alkohol, das war ein Boonenkamp, das ist ein Heilmittel. Da steht drauf mit Heilkräutern“. Darauf mein Vater ja ein, oder zwei Gläschen Tante, aber nicht die ganze Flasche.
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  #17  
Alt 13.02.2020, 02:09
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DariusKollotzek DariusKollotzek ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Capro Beitrag anzeigen
Hallo,

neben dem schon anderen Gesagten: Ich habe mich in den letzten Monaten durch ein oberschlesisches Kreisblatt gegraben. Das ist zwar Amtspresse, aber man bekommt schon zumindest über die Rahmenbedingungen einen Eindruck. Oft auch durchaus darüber hinaus.


(Und, wenn man Glück hat, dann findet man außerdem mehr oder weniger unrühmliche Einträge über den ein und anderen Verwandten.)

Viele Grüße

Capro
Ich habe vor einige Zeit eine Seite gefunden, auf der alte Zeitungen aus Hindenburg, oder aus Gleiwitz gespeichert wurden. Ich kann die Seite leider nicht mehr finden. Außerdem würde mich interessieren, ob Zeitschriften aus dem Kreis Groß-Strählitz besser aus Groß Stein irgendwo gibt?
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  #18  
Alt 13.02.2020, 05:54
fajo fajo ist offline weiblich
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Guten Morgen!
Hast du hier schon einmal versucht die Seiten wieder zu finden:
http://zefys.staatsbibliothek-berlin.../zdb/24325259/

lg
__________________
Vorsicht : >Ich habe keine Ausbildung. Ich habe Inspiration. ... < von Bob Marly -**


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  #19  
Alt 13.02.2020, 07:21
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Weltenwanderer Weltenwanderer ist offline männlich
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Hallo,

siehe hier:
https://old.reddit.com/r/AlteNachrichten/wiki/schlesien
__________________
Kreis Militsch: Latzel, Gaertner, Meißner, Drupke, Mager, Stiller
Kreis Tarnowitz / Beuthen: Gebauer, Parusel, Michalski, Wilk, Olesch, Blondzik, Kretschmer, Wistal, Skrzypczyk, von Ziemietzky, von Manowsky
Brieg: Parusel, Latzel, Wuttke, Königer, Franke
Trebnitz: Stahr, Willenberg, Oelberg, Meißner, Latzel
Kreis Grünberg / Freystadt: Meißner, Hummel

Mein Stammbaum bei GEDBAS
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  #20  
Alt 15.02.2020, 12:41
trabajador trabajador ist offline
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Beiträge: 338
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Ich glaube nicht, dass die Menschen dort anders lebten als in anderen Teilen Deutschlands. Außerdem gibt es "die Menschen" als homogene Masse nicht. Jeder ist ein Individuum. Ein Bankdirektor in der Stadt lebte sicher anders als ein Landarbeiter auf dem Land.
__________________
Oberschlesien, Kreis Neustadt: Wistuba, Henschel, Peschel, Grziwa
Niederschlesien, Kreis Militsch, Oels: Titzmann, Bänisch, Matzke
Schleswig-Holstein, Kreis Plön:
Wisser, Sindt, Weber, Heldt, Colmorgen, Rönnau, Nüser
Schleswig-Holstein, Kreis Ostholstein: Vorhaben, Wöbs, Bumann
Mittelpolen, Masowien: Guderjahn, Biernacka, Dobslaw, Prochnau, Dawid, Lücke, Telke, Kelm, Klingbeil, Müske, Stein, Klaus, Ortlieb, Beyer, Bonkowski, Feldt
Preussen, Posen bzw. Großpolen: Egiert, Oheim

Geändert von trabajador (15.02.2020 um 12:43 Uhr)
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