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  #11  
Alt 09.05.2013, 00:05
Juergen Juergen ist offline
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Hallo Wolfgang,

Danke für Deinen Hinweis, dass der Name Julius durchaus auch ein beliebter Rufname unter emanzipierten Juden war.

An Deiner Spekulation, dass dieser Julius FUSS, seinen Rufnamen unter dem
Nazi-Regime, in Johannes änderte, könnte was dran sein.

Es soll auch Juden gegeben haben, die sich in den 1930iger Jahren noch christlich taufen ließen, um nicht mehr als Juden zu gelten bzw. in der Hoffnung, der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen.

Vielleicht bekomme ich noch etwas über das Schicksal des genannten Ehepaares FUSS heraus.

Berichtigung:
Adressbuch Berlin 1939
Fuß, Rentner, Hufelandstr. 3. Erdg. (nicht mehr Johannes FUSS, d.h. kein Rufname angegeben)

"Unter Hitler" mussten Juden wohl ab 1939 zwangsweise die Rufnamen Israel bzw. Frauen zusätzlich den RN Sara annehmen.
Nebenbei, diese Zwangsrufnamen wurden sogar in den Standesamtsakten eingetragen.

Aber wie gesagt, ab 1939 steht gar kein Rufname für den Rentner (Johannes) FUSS gemeldet NO55 Hufelandstr. 3
Er muss dort aber noch mindestens 1940 unter genannter Adresse tatsächlich auch noch gewohnt haben.
Dieser Johannes FUSS ist meiner Meinung nach nicht nach Holland emigriert aber wer weiß?

Schönen Feiertag morgen wünscht,
Juergen

Geändert von Juergen (09.05.2013 um 00:33 Uhr)
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  #12  
Alt 23.05.2013, 20:02
Juergen Juergen ist offline
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Hallo allerseits,

für die, die es interessiert, wie z.B. Sucherin12 ,-)

Ich habe heute eine Antwort von dem netten Herrn R.M. auf meine Frage erhalten.

Er verweist als Quelle. auf das Gedenbuch Berlins und die Volkszählung von 1939.
http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1053556
Hier online allerdings ohne die alten Wohnanschriften der deportierten Juden.

Ich denke doch, ich darf Herrn R.M. zitieren.

Zitat:
"Johannes war vermutlich der Bruder von Julius. Johannes wohnte auch in der Hufelandstr.3 (laut Gedenbuch Berlins und Volkszählung 1939). Sein Schicksal:
http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1053556

Also keine gute Nachrichte für die Familie Fuss. Sie können bei http://db.yadvashem.org/names/search.html?language=en sehen, ob überlebende Familie oder Freunden ein Gedenkblatt hinterlassen habe.
Im Jahre 1939 wohnten Arthur Scholem (13.05.1881 in Berlin) und seine Ehefrau Charlotte geb. Walter (09.12.1888 in Berlin) als Untermieter bei der Familie Fuss (Volkszählung 1939).
Arthur überlebte (Germany, addresses for Jews in Berlin (Mitgleidverzeichnis der Judischen Gemeinde zu Berlin), 1947, ancestry.com)
vermutlich in einer Mischehe, da Charlotte gar nicht in der Bundesarchiv-Residentliste verzeichnet ist." Zitat Ende.

Eventuell handelt es sich bei dem Untermieter Artur Scholem Fuss? (oder
ist Scholem der Familienname?), um Artuhr FUß, Goldwaren Sw Seydelstr. 32, wohnhaft Neue Grünstr. 33 T.
Quelle AB Berlin 1938: http://adressbuch.zlb.de/viewAdressb...CatalogLayer=6

Oder doch der spätere Untermieter SCHOLEM Arthur, Kaufmann N20 Schwedenstr. 14. 15 (Berlin 1938).
--> http://adressbuch.zlb.de/viewAdressb...CatalogLayer=6

Vielleicht Arthur SCHOLEM, der zuvor eine Buchdruckerei in Belin Alexandrinenstr. 134 betrieb?
--> http://adressbuch.zlb.de/viewAdressb...CatalogLayer=5

Wohl doch nicht, passt nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Gershom_Scholem
"... Sohn von Betty und Arthur Scholem, der eine seit Generationen in Familienbesitz befindliche Buchdruckerei betrieb, geboren wurde, entstammte einer weitgehend assimilierten jüdischen Familie, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Berlin lebte."

Update:
Dieser Buchdruckereibesitzer in Berlin Arthur SCHOLEM lebte von 1863 - 1925, wie ich jetzt erst las. Er ist also nicht der ehemalige Untermieter bei der Familie FUSS um 1939 wohnend.
Quelle: http://www.jewish-cemetery-weissense...etten19-32.htm

Die Druckerei firmierte aber scheinbar unter seinem Namen weiter, daher steht er in
den Adressbüchern auch noch nach 1925. Unter dessen Söhnen hieß wohl keiner Arthur.

Die Ehefrau des Untermieters Arthur SCHOLEM hiess ja wohl Charlotte geb. WALTER und nicht Betty geb. HIRSCH.

Somit ist für mich die Eingangsfrage beantwortet, es dürfte sich tatsächlich bei Johannes FUSS um den letzten Nachbarn meiner Großeltern handeln.
Eventuell waren die Untermieter Verwandte des Johannes und Julius FUSS, dass kann ich aber nicht beweisen. Eigentlich nahm ich an, dass die Eheleute Fuß, die meine Mutter als Kind kannte, älter waren als dieser Johannes FUSS, welcher 1942 etwa 55 Jahre alt war und im Adressbuch zuletzt scheinbar als Rentner geführt wurde.

Für die, die es interessiert, die neue Seite von Herrn R.M. lautet: http://stolperstadt.org

Viele Grüße
Juergen

Geändert von Juergen (24.05.2013 um 17:01 Uhr)
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  #13  
Alt 23.05.2013, 22:49
Juergen Juergen ist offline
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Jetzt interessiert mich doch noch wer das Ehepaar Arthur SCHOLEM
und der Ehefrau Charlotte SCHOLEM geb. WALTER war, welche angeblich 1939
als Untermieter bei der Familie FUSS in der Hufelandstr. 3 wohnte.

War Charlotte SCHOLEM vielleicht folgende Geschäftsinhaberin?

Der antisemitische "Stürmer" scheint einen Artikel zu dieser Fa. gedruckt zu haben, nur was wohl?

http://www.stadtarchiv.nuernberg.de/...SI_134_A_Z.pdf
Firma Be-Ha-We-Berlin, Inhaber: Charlotte SCHOLEM ------------ Sonderbare Berliner Geschäfte 1937/30.

Im Firmenverzeichnis Berlins mit jüdischen Inhabern wird eine Fa. Be-Ha-We in Berlin auch genannt.
Be-Ha-We Berliner Herrenwäsche Fabrikationsgesellschaft mbH
Herrenwäsche-Fabrikation (Textil und Bekleidung)
Gegr. 1921 , Liq.: 1939
Klosterstrasse 45 (Mitte)

Hier wird allerdings ein Wilhelm SCHOLEM als Inhaber angegeben.
Bekleidung für Werktätige Be Ha We Wilhelm Scholem
Bekleidung, Schuhwerk, Heeresgut (Textil und Bekleidung)
Gegr. 1927 , Übernahme 1933 , Liq.: 1944
Kaiserstrasse 32 (Mitte)

Oder es waren verschiedene Firmen.
Quelle: http://www2.hu-berlin.de/djgb/www/find

Es bleibt dabei außer dem Inhaber einer Buchdruckerei, namens Arthur SCHOLEM, finde ich keine weitere Person dieses Namens in den Berliner Adressbüchern als Hauptmieter einer Wohnung. Untermieter werden sowie so nicht gelistet.

In der Nähe fast "um die Ecke", der Hufelandstraße wohnte noch 1938 dagegen ein Julius SCHOLEM, welcher in NO 55 Bötzowstr. 20 eine Engrosschlächterei betrieb.
Amtliches Fernsprechbuch für Berlin und Umgegend, 1938
--> http://search.ancestry.de/browse/vie...n=Scholem&st=g nur mit Abbo lesbar.

Wer weiß wie lange die Eheleute SCHOLEM überhaupt in der Hufelandstr. 3 als Untermieter wohnten, die VZ ist ja aus dem Jahre 1939.

Das ist der von Herrn R.M. genannte überlebende Arthur SCHOLEM, welcher 1947 in Berlin lebte:
--------------------------------------------------------
Name: Arthur Scholem
Geburtsdatum: 11. May 1880 (11. Mai 1880) ------ (Anm.: der Untermieter A. SCHOLEM wurde angeblich am 13.05.1881 geboren)
Geburtsort: Berlin, Germany (Deutschland)
Letzter Wohnort: Berlin N 20 Bad Str. 45/46
Quelle: Germany, addresses for Jews in Berlin (Mitgleidverzeichnis der Judischen Gemeinde zu Berlin), 1947.
Aufzeichnungssatz, Seite: D49.21.f, 114
--------------------------------------------------------

Von den Familienmitgliedern der SCHOLEM sind wohl einige emigriert.

Juergen

Geändert von Juergen (24.05.2013 um 17:17 Uhr)
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  #14  
Alt 06.11.2013, 20:05
Juergen Juergen ist offline
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Hallo allerseits,

wie es aussieht, war der von mir hier schon erwähnte Johannes Herbert FUSS bzw. FUß, welcher am 19. Oktober 1942 im KZ Sachsenhausen bei Berlin Oranienburg starb bzw. ermordet wurde, wirklich derjenige, der zumindest noch 1939 und vermutlich bis 1942 in Berlin NO55 Hufelandstr. 3 wohnte.

Verstorbene im Konzentrationslager Sachsenhausen
FUß, Johannes geb. 05. Juli p 1887 in Berlin,
Berlin NO 55 Hufelandstraße 3, Vertreter.
geschieden
Todes-Datum: 19. October 1942.

Diese Daten stammen von https://www.jewishgen.org.
Sachsenhausen Deaths (Registered at the Oranienburg Civil Registry Office)
Dort werden auch die letzten Wohnanschriften der jüdischen Lagerinsassen genannt.

Stimmen die Daten auch, oder sind die letzten Wohnanschriften "rekonstruiert"
aus Adressbüchern?

Bisher war für mich nicht eindeutig klar, ob dieser Johannes Fuß, wirklich einer der in der Nachbarwohnung meiner Großeltern, wohnenden Mieter war.

Über die Untermieter im Jahre 1939 mit Namen Arthur SCHOLEM oder Arthur Scholem FUss?
und seine Frau Charlotte geb. WALTER fand ich nichts neues.

Vielleicht haben diese Personen wirklich überlebt. Herr R.M. meinte jedenfalls, dass dies der Fall sein kann.

Zitat:
"Im Jahre 1939 wohnten Arthur Scholem (13.05.1881 in Berlin) und seine Ehefrau Charlotte geb. Walter (09.12.1888 in Berlin) als Untermieter bei der Familie Fuss (Volkszählung 1939).
Arthur überlebte (Germany, addresses for Jews in Berlin (Mitgliederverzeichnis der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), 1947, ancestry.com) vermutlich in einer Mischehe, da Charlotte gar nicht in der Bundesarchiv-Residentliste verzeichnet ist." Zitat Ende.

Meines Wissens nach, wohnte aber schon kurz nach der Deportation der Juden eine andere Familie in der Nachbarwohnung. Insofern bringt das Mitgliederverzeichnis der Jüdischen Gemeinde zu Berlin 1947, auch keine gesicherten Informationen zum Schicksal des Arthur SCHOLEM, eventuell auch Arthur Scholem FUSS oder doch?

Meine Mutter erinnerte sich jedoch, dass ein Ehepaar um 1941 abgeholt wurde und nicht nur ein Mann, also der Johannes FUß, der scheinbar geschieden war. Kinder wohnten in der Wohnung wohl keine.

Der Rest dieser Familie FUSS flüchtete bereits nach 1933? nach Holland und wurde später von dort aus nach Auschwitz deportiert.

Gruß Juergen

Geändert von Juergen (06.11.2013 um 20:27 Uhr)
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  #15  
Alt 07.06.2014, 16:03
Pitka Pitka ist offline weiblich
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Hallo Jürgen,

gehört wahrscheinlich nicht zu den gesuchten Personen. Trotzdem möchte ich es Dir hier mal nennen:

2 verschiedene Hedwig Fuss aus Berlin und ein Julius Fusz aus Berlin
https://sites.google.com/site/oorlogsvermisten/fuxel

L.G Pitka
__________________
Suche alles zu folgenden FN:
WERNER aus Mertensdorf/Kr. Friedland, Allenstein und Marwalde (Ostpreussen), HINZ / HINTZE und KUHR aus Krojanke/Kr. Flatow (Posen/Westpreussen), WERNER, HINZ und SEIDEL aus Gilgenburg/Kr.Osterode (Ostpreussen), ELIS und FESTER aus Siegen bzw. dem Kr. Wetzlar (Hessen), ZILLEN aus Venekoten bzw. In den Venekoten, Gem. Elmpt (jetzt: Niederkrüchten) Kr. Erkelenz (NRW), SAENGER aus Süß und Machtlos (Hessen) u. aus Essen (NRW), PHILIPP aus Wolfsdorf/Niederung Kr. Elbing
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  #16  
Alt 07.06.2014, 18:45
Juergen Juergen ist offline
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Danke Pitka,

Zitat:
gehört wahrscheinlich nicht zu den gesuchten Personen. Trotzdem möchte ich es Dir hier mal nennen:
2 verschiedene Hedwig Fuss aus Berlin und ein Julius Fusz aus Berlin
doch, der Julius FUSS * 28. Oktober 1891 in Berlin, ist mir bereits bekannt.
Er war vermutlich verheiratet mit Margarethe Fuss-Bach geb. 17. März 1894
in Strelno, verst. in KZ Auschwitz am 8. OKtober 1944.

"BACH, Margarete, 17 Maart 1894, Strelno (Dld). Won. Amsterdam. † 8 Okt. 1944, de omgeving van O., lg. Fusz, Julius."

Dieses Ehapaar FUSS (FUSZ) wohnte zuvor in Berlin NO55 Hufelandstr. 3.
Johannes FUSS war vermutlich der Bruder des Julius FUSS

KZ Sachsenhausen:
FUß, Johannes, geb. 05. Juli p 1887 Berlin,
Berlin NO 55, Hufelandstraße 3 Vertreter, geschieden
Todes-Datum: 19. Oktober 1942.

Dies waren die "offiziellen" Nachbarn meiner Großeltern. Untermieter in der Wg. waren meiner Mutter unbekannt.
Ich denke, diese beiden Eheleute FUSS aus Berlin hatten auch Kinder, welche eventuell die Nazizeit überlebt haben.

Die geschiedene Ehefrau des Johannes FUSS ist mir namentlich nicht bekannt.
Die jüdischen Familie dürften vor 1939 nach Holland geflohen sein.

Die beiden Frauen mit FN Hedwig FUSS, sind mir unbekannt.
Laut http://db.yadvashem.org/ war FUSS der Mädchenname der Frauen.

Es sind scheinbar diese beiden Personen:
Hedwig Neumann-Fuss, Berlijn, 8 November 1887 Sobibor, 14 May 1943. --- Hedwig NEUMANN geborene FUSS.
Hedwig Abramowsky-Fuss, Berlijn, 3 March 1884 Auschwitz, 11 December 1942 ---- Hedwig Abramowsky geborene FUSS.

Diese Frauen kann ich den genannten Eheleuten FUSS nicht zuordnen.

Schöne Pfingsten
Juergen

Geändert von Juergen (07.06.2014 um 19:25 Uhr)
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  #17  
Alt 30.11.2014, 20:48
Juergen Juergen ist offline
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Hallo,

also jetzt weiß ich auch wer der gemeldete Nachbar Johannes FUSS
meiner Großeltern, genau war.

Der schon geannte Johannes Herbert FUSS geb. 5.07.1887 in Berlin (war bekannt)
verstorben bzw. ermordet 1942 im KZ Sachsenhausen bei Berlin Oranienburg.

Dessen Eltern der Kaufmann Julius FUSS, im Jahre 1918 bei der Heirat des Sohnes, 64 Jahre alt, wohnhaft in Berlin Hufelandstr. 3 und die verstorbene Luise geborene KOHN (HOHN sicher eher nicht).

Johannes Herbert FUSS, war früher in einer "Mischehe" verheiratet
mit einer geborene TESCHNER. Die Ehe wurde 1926 geschieden.
Deren Sohn könnte den Holocaust überlebt haben, da er "nur Halbjude" war.

Praktisch war die Familie FUSS in der Huflandstraße 3 fast 26 Jahre lang gemeldet und lebte dort wahrscheinlich auch.

In der Hufelandstr. gib es schon viele Stolpersteine, für den Johannes Herbert FUSS fand sich noch kein Stifter.
Wenn keine lebenden Angehörigen ein solchen stiften, gibt es eben keinen Stolperstein.
Eigentlich ungerecht.

Ich vermute Julius FUSS der nach Holland ging und später ebenfalls im KZ ermordet wurde, war ein Bruder des Johannes FUSS.
In den Geburtsregistern aus Berlin, die bereits online sind, sind sie nicht zu finden.

Viele Grüße
Juergen

Geändert von Juergen (30.11.2014 um 21:01 Uhr)
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  #18  
Alt 30.11.2014, 21:03
russenmaedchen russenmaedchen ist offline
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"In der Hufelandstr. gib es schon viele Stolpersteine, für den Johannes Herbert FUSS fand sich noch kein Stifter.
Wenn keine lebenden Angehörigen ein solchen stiften, gibt es eben keinen Stolperstein.
Eigentlich ungerecht."

Hallo Jürgen,
jeder kann einen Stolperstein stiften. Wenn Du es so ungerecht findest, daß für Johannes Fuss kein Stein verlegt wird, vielleicht möchtest Du ja einen stiften.
__________________
Viele Grüße
russenmädchen



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  #19  
Alt 30.11.2014, 21:15
Juergen Juergen ist offline
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Hallo Russenmädchen,

das solch eine Antwort kommen könnte, habe ich mir schon gedacht.
Aber mal ehrlich, mein Opa war der Nazi-Nachbar der Familie FUSS,
soll ich den Stolperstein stiften und dann noch zu der Einweihung gehen?

Würdest Du das in dem Fall machen?

Ich bleib dabei, dass es ungerecht ist, dass viele Opfer des NS keine Stolpersteine
erhalten, da eben keine Angehörigen mehr leben oder diese es selbst nicht wollen,
dass ein Stein verlegt wird. Kostet ja auch Geld.

Nee, das mache ich nicht, überlegt hatte ich schon, so teuer ist es ja nicht.

Viele Grüße
Juergen

Geändert von Juergen (30.11.2014 um 21:21 Uhr)
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  #20  
Alt 10.03.2015, 19:56
Juergen Juergen ist offline
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Hallo allerseits,

jetzt habe ich noch mal nach den Untermietern bei FUSS in Berlin NO55 Hufelandstr. 3,
Arthur SCHOLEM und Charlotte SCHOLEM gebornene WALTER geschaut

Quelle: jüdischer Census 1939:
--> http://tracingthepast.org/minority-c...ensus-database

Scholem, Arthur
(13.05.1881 in Berlin)
Berlin Hufelandstr. 3 bei FUSS (Untermieter)
------------------------------
1. Heirat vermutlich:

Aron Arthur Scholem
Geburtsdatum: 13. Mai 1881, Berlin StA. 9, Alter: 39
Heiratsdatum: 26. Aug 1920
Standesamt: Berlin XIII b
Ehepartner: Luise Gertrud Freiwald, geb. 2. Juli 1887 in Groß Rodau Kreis Rosenberg, Westpreußen. StA. Dakau
------------------------------
2. Ehefrau? Charlotte Scholem, geborene Walter
(09.12.1888 in Berlin).

Die Heirat SCHOLEM oo WALTER ist in Berlin bis 1920 nicht zu finden.

Jetzt frage ich mich wer nun das jüdische ältere Ehepaar war, das um 1940? in der Nachbarwohnung meiner Großeltern wohnte.
Wahrscheinlich wusste meine Mutter gar nicht wie die Leute hießen, sie kannte vermutlich nur das Namenschild FUSS
an der Tür. Die Charlotte SCHOLEM geborene WALTER war sicher nicht jüdischen Glaubens.

Gruß Juergen

Geändert von Juergen (10.03.2015 um 20:12 Uhr)
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