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  #941  
Alt 31.01.2015, 17:59
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Der Theophil entspricht dem Gottlieb, und die Theophila? Ist das dann eine Gottliebiene? Oder wie wäre die passende weibliche Form?
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Gruß, fps
Fahndung nach: Riphan/Rheinland (vor 1700); Scheer/Grevenbroich und Umgebung; Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Kawlitzki, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen
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  #942  
Alt 31.01.2015, 19:12
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Moin fps,

die weibliche Gottlieb ist die Gottliebe.

Friedrich
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
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  #943  
Alt 01.02.2015, 01:44
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Herbstkind93 Herbstkind93 ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen
die weibliche Gottlieb ist die Gottliebe.
Und garnicht mal ungewöhnlich.
Im 18. und 19. Jh bin ich in evangelischen Gebieten schon öfters auf diesen Namen gestoßen.
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  #944  
Alt 01.02.2015, 01:47
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Dann gibt es noch Christlieb und Christliebe,
Gotthilf (m)
Fürchtegott (m)
Traugott (m)
Demut (w)
Tugendsam (w).

Diese pietistischen Namen sind mir durchaus sympathisch.
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  #945  
Alt 01.02.2015, 08:32
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Einige dieser Namen sind mir ja durchaus bekannt, über andere bin ich noch nicht gestolpert. Demut und Tugendsam z.B. waren mir als Vornamen noch unbekannt.

Andererseits habe ich auch bemerkt, dass der "Gottfried" ursprünglich gar kein frommer Name war, sondern ein "Godefrid", analog dem "Godehard". In den Kirchenbüchern findet man dementsprechend die latinisierte Form "Godefridus". Und unter der französischen Besetzung um 1800 wurde in den Standesamtsregistern ein "Geoffroi" eingetragen.
Womit der "Gottfried von Bouillon", original ein "Geoffroi de Bouillon", wohl ein "Godefrid von Bouillon" war.
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Gruß, fps
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  #946  
Alt 01.02.2015, 11:57
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Zitat:
Zitat von fps Beitrag anzeigen
Andererseits habe ich auch bemerkt, dass der "Gottfried" ursprünglich gar kein frommer Name war, sondern ein "Godefrid", analog dem "Godehard".
Guten Morgen fps, hallo zusammen,

Bei Gottfried und Godehard handelt es sich wohl um zwei unterschiedliche Vornamen, welche sich aber beide aus dem althochdeutschen ableiten und schon im 10. Jhdt. bekannt waren, und wohl „als frommer Bezug von Gott hergeleitet“ waren.

Gottfried (Geoffroi auf franz.) ist ein altdeutscher Männername (= „der von Gott beschützte“).

„Gottfried“ soll auch ein etwas veraltetes Synonym für Jackett, Uniformrock, Gehrock sein.

Eine deutsche Kurzform des Namens ist Götz (z.B. Götz von Berlichingen), eine Abwandlungsform ist Göpfert.
Der Vorname Göpfert war jedenfalls mir völlig unbekannt und dürfte das Kriterium eines ausgefallenen Vornamens erfüllen.

Godehard ist ebenfalls ein alter deutscher zweigliedriger Name im Mittelalter (= „der Harte, Starke, fest Entschlossene“ oder „stark in Gott“) und verbreitete sich durch die Verehrung des hl. Gotthard.

Eine kleine Exkursion ins späte Frühmittelalter (Ende 1050) oder dem beginnenden Hochmittelalter (wenn auch nur gedanklich) macht doch immer wieder Spaß.

Viele Grüße
Ralf
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  #947  
Alt 01.02.2015, 13:42
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marclari marclari ist offline weiblich
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Standard Ausgefallene Vornamen

Hallo Zusammen,

habe noch eine Hedda zu bieten. Ist eine Kurzform von Hedwig, der Kämpferin. Meine Cousine trägt diesen Namen und ist nicht sehr glücklich damit.

Ausserdem findet sich unter meinen frühen Ahnen eine Winfrieda, wohl das Gegenstück zu Winfried.

Grüße
Marclari
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  #948  
Alt 01.02.2015, 14:47
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Herbstkind93 Herbstkind93 ist offline männlich
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Ich finde Hedda viel besser als Hedwig.
Klingt ein wenig wie der englische Vorname Heather.
Wobei ich in dem Falle ebenfalls Hedda bevorzuge.


LG
Herbstkind
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  #949  
Alt 08.02.2015, 17:11
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Hallo zusammen,

in Zusammenhang mit meinem Beitrag zur Großen Wasserflut in Züschen 1692 ist mir der Name des der Pfarrers Johannes Helfrich Kuchenbecker aufgefallen.

Der Vorname Helfrich ist sicherlich selten und ungewöhnlich und dürfte in die Reihe der schon erwähnten pietistischen Namen fallen.

Ob der Helfrich hilfreich war, weiß ich nicht.

Viele Grüße
Ralf
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  #950  
Alt 08.02.2015, 17:16
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Nochmal hallo zusammen,

aus meiner eigenen Ahnenreihe kann ich als Beispiel eines ausgefallenen Vornamens dann noch meine Urgroßmutter Blandine Bruchhäuser (*24.05.1861) „anbieten“.

Diese wurde aber zeitlebens von ihren Verwandten, Freunden und Bekannten Blondine genannt. Dabei haben aber alle irgendwie gedacht, dass es sich entweder um ihren „richtigen“ Vornamen oder um einen Spitznamen handeln würde, weil sie wohl in ihrer Jugend blond gewesen ist.

Wahrscheinlich hat sich aus einer Blandine sprachlich „einfach“ eine Blondine entwickelt.

Blandine bedeutet: die Schmeichelnde.

„Die Schmeichelnde“ klingt aber deutlich schmeichelhafter als eine „Anlehnung“ an den „Urtyp des Blondinenwitzes“.

Viele Grüße
Ralf
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