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  #11  
Alt 03.03.2018, 10:53
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Deisterjäger Deisterjäger ist offline männlich
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Moin Viola,

dass die KB Eigentum der Kirchengemeinden sind ist ja schon geschrieben worden. Was ich aber bei all der Schreiberei vermisse ist der Hinweis dass eine Einsichtnahme in die KB bis ca. 1874 erlaubt ist. Ab 1874 ist es eine Ermessensfrage der Kirchengemeinde. Grund, ab da sind die Standesämter dafür zuständig. Hinzu kommt noch das man in den ostdeutschen Kirchen da sehr empfindlich ist und nach Rechtslage handelt. Die Gewährung zur Einsicht in die KB nach 1874 ist freiwillig
__________________
Viele Grüße vom Deisterrand
Harald

Geändert von Deisterjäger (03.03.2018 um 10:57 Uhr)
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  #12  
Alt 03.03.2018, 13:26
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Xtine Xtine ist offline weiblich
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Hallo Deisterjäger,

Zitat:
Zitat von Deisterjäger Beitrag anzeigen
... ist der Hinweis das eine Einsichtnahme in die KB bis ca. 1874 erlaubt ist.
ob man nun tatsächlich unbedingt ein Recht hat, das Original persönlich einzusehen? Bei stark beschädigten Büchern ist dies diesen nicht zuträglich.
Dass man zumindest eine Auskunft daraus erhält / erhalten sollte, steht außer Frage.
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #13  
Alt 03.03.2018, 15:02
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Bergkellner Bergkellner ist offline
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Nach der Sächsischen Kirchenarchivordnung - wurde mir erklärt - darf in den Kirchenbüchern nur noch unter Aufsicht recherchiert werden, nehme mal an, dass hat damit zu tun ===>>
Zitat:
Zitat von anika
Eine Archivarin hat mir erzählt das sie einmal einen Ahnenforscher erwischte als er gerade dabei war mit einer Rasierklinge die Seite mit dem Tauf Eintrag seines Ahnen aus dem KB heraus trennen.
In den kleineren Pfarrämtern in der Umgebung meines Herkunftsortes, wo die Aufsicht nicht gewährleistet werden kann, dürfen Fremde gar nicht mehr in die Nähe der Kirchenbücher. Die haben dann jemanden, der für einen die Recherche übernimmt.
Das verdanken wir den Egoisten, die glauben, am Allgemeingut herumsäbeln zu können - s.o.

Tannenberg = Ortschronist
Rittersgrün = ortsansässiger Genealoge
Lößnitz = Ortschronist von Affalter
Hermannsdorf = Kirchnerin
Sehma = altgedienter Genealoge(91 Jahre alt + toppfit)...

Und Fotos sind verboten, auch ohne Blitz - es gibt nur die Daten.

Man muss es halt nehmen, wie es kommt. Und brav seine 10n€ für 3 Stunden Eigenrecherche im Archiv löhnen, wenn man schon selbst suchen kann (wohlgemerkt, laut Sächsischer Kirchenarchivordnung - oh, ich liebe diese Wort!!!)

Lg, Claudia von den bergkellners
__________________
Wer lesen kann, ist besser dran!(Andreas' Opa Fred)
Nierngstwuh giehts so zu wie uff dare Walt!(Claudias Uroma Anna)

Suchen immer:
Loewe - Steinau an der Oder/Schlesien(vor 1850)
Heine - Glogau/Schlesien(vor 1850)
Hollenstein - Bleiwäsche/Westfalen(vor 1710)
Ulich - Neukirchen b. Stollberg(um 1710)
Rothbart - Kröslin/Pommern(um 1740)
Mädtke - Grambin und Umgebung/Vorpommern(vor 1840)
Buden/Budin - Wriezen u.U./Brandenburg(um 1700)
Kellner/Gevers - Hannover Stadt u.U.(um 1700)



Geändert von Bergkellner (03.03.2018 um 15:07 Uhr)
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  #14  
Alt 03.03.2018, 15:22
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scheuck scheuck ist gerade online weiblich
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Zitat:
Zitat von Bergkellner Beitrag anzeigen
Nach der Sächsischen Kirchenarchivordnung - wurde mir erklärt - darf in den Kirchenbüchern nur noch unter Aufsicht recherchiert werden ...
Hallo,

wenn's denn überall so wäre, hätte ich sogar dafür Verständnis!

Keinerlei Verständnis habe ich für ein Kirchenbucharchiv in meiner Nähe, das so "nebenbei" von Mitarbeitern des Kirchenbuchamtes betrieben wird.
Man meldet sich telefonisch an, man geht hin, die am Tage x zuständige Dame begleitet einen in den Keller, schließt auf, macht die Stahlschränke auf und zeigt voller Stolz, was alles "im Angebot" ist.
Die Dame hinterlässt einen Zettel, auf dem eine Telefonnummer steht, unter der sie bei Fragen zu erreichen ist (in jenem Archiv steht ein Telefon) und geht; wenn man selbst fertig ist, geht man auch.
"Im Angebot" sind reichlich Original-KBs aus Stadt und Land, angefangen von 17xx bis in die Neu-Zeit.
Für €5.-/Tag ist es auch erlaubt, Fotos zu machen (mit und ohne Blitz), man darf eine beliebig große Tasche mitnehmen, man darf eigentlich alles und vollkommen ohne Aufsicht.
Ein Leichtes, aus diesem Archiv ein komplettes KB (oder auch mehrere) mitzunehmen, wenn die mitgebrachte Tasche groß genug ist, das merkt zunächst mal niemand! - Man muss sich selbst auch nicht ausweisen, da wird nichts notiert; im Fall des Falles könnte man noch nicht mal nachweisen, wer zuletzt in jenem Raum war, und "Personalien" hätte man auch nicht.

Ich gehe gerne hin, bin ja auch ganz artig und bringe sogar die eigenen Baumwollhandschuhe mit, aber Verständnis für einen solchen Umgang habe ich absolut nicht, und ich hoffe auch, dass es sich um einen Einzelfall handelt!
__________________
Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck
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  #15  
Alt 03.03.2018, 20:04
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viola63 viola63 ist offline weiblich
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Hallo liebe Mitforschenden,

ich danke Euch für Eure zahlreichen Tips, Meinungen und Erfahrungen.
Mein Resüme daraus ist, es gibt 100 Kirchenämter und 101 verschiedene Verfahrensweisen.
Ich stimme Euch allen zu, daß es überhaupt nicht geht, daß die alten Kirchenbücher "geschändet" werden. Diese Dinge sind unwiederbinglich!!!!
Aber im heutigen Zeitalter, wo überall Kopierer existieren, könnte man doch "Duplikate" von den wertvollen Werken erstellen, bzw. sie zur Verfilmung für das LKA freigeben. Ich denke, die Ahnenforschung hat in der letzten Zeit schon großen Zuwachs an Interessenten gefunden, sodaß die Kirchenbücher in der Zukunft doch noch stärker "genutzt" werden.
Vielleicht sollte die eine oder andere Kirchengemeinde mal darüber nachdenken!
__________________
Viele Grüße
viola63
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  #16  
Alt 03.03.2018, 20:29
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Hallo,

nach der SKAO darf keine Kopie der Kirchbücher gemacht werden, auch nicht von den Pfarrämtern, denen sie gehören. Vor allem nicht mit dem Kopierer, denn die schaden den alten Büchern noch mehr als ab und an ein paar Menschenfinger. Die Landeszentrale der evang. Kirche Sachsen will die Kirchbücher digitalisieren - dann hat man sowieso keinen Zugriff mehr auf die Originale. Und will man etwas wissen, muss man den Leseservice anschreiben.
Allerdings dauert das mit dem Digitalisieren eine gefühlte Ewigkeit.
Und irgendwann sollen die Digitalisate ja bei Archion auftauchen, was sicher noch eine zweite gefühlte Ewigkeit dauern wird.

Also freue ich mich über jedes Kirchbuch, das ich noch vor Ort einsehen kann und nehme immer meine Handschuhe mit.

Lg, Claudia von den bergkellners
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  #17  
Alt 03.03.2018, 20:37
jürg jürg ist offline männlich
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Hallo viola63,

du schreibst, dass du "Daten aus der Kirchengemeinde Gera" benötigst. Leider schreibst du nicht, ob deine Suchanfragen direkt Gera betreffen oder umliegende Dörfer. Sollten diese Gera direkt betreffen, habe ich leider folgende Mitteilung gefunden:

"In die Kirchenbücher der Innenstadtgemeinden in Gera, die gemeinsam geführt wurden für die drei Kirchengemeinden St. Johannis, St. Trinitatis und St. Salvator, wird keine Einsicht mehr gewährt, da erste Zerfallserscheinungen auftreten und auch Kirchenbuchseiten von Benutzern herausgerissen wurden."
Quelle: http://wiki-de.genealogy.net/Gera

Viele Grüße
Jürgen

Geändert von jürg (03.03.2018 um 20:39 Uhr)
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  #18  
Alt 03.03.2018, 20:47
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viola63 viola63 ist offline weiblich
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Hallo Jürgen,

gewisse Kirchenbücher von Gera darf man einsehen, daß teile mir ein Forumsmitglied mit. Er sucht selbst öfters im Archiv und ist über die Vorgehensweise, die ich eingangs geschildert habe, sehr verwundert. Mittlerweile hat man mir auch die Einsichtnahme gewährt.
__________________
Viele Grüße
viola63
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  #19  
Alt 03.03.2018, 22:59
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anika anika ist offline
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Beiträge: 2.429
Standard Darf Kirchenbucheinsicht verweigert werden?

Zitat:
Zitat von viola63 Beitrag anzeigen
Hallo liebe Mitforschenden,

ich danke Euch für Eure zahlreichen Tips, Meinungen und Erfahrungen.
Mein Resüme daraus ist, es gibt 100 Kirchenämter und 101 verschiedene Verfahrensweisen.
Ich stimme Euch allen zu, daß es überhaupt nicht geht, daß die alten Kirchenbücher "geschändet" werden. Diese Dinge sind unwiederbinglich!!!!
Aber im heutigen Zeitalter, wo überall Kopierer existieren, könnte man doch "Duplikate" von den wertvollen Werken erstellen, bzw. sie zur Verfilmung für das LKA freigeben. Ich denke, die Ahnenforschung hat in der letzten Zeit schon großen Zuwachs an Interessenten gefunden, sodaß die Kirchenbücher in der Zukunft doch noch stärker "genutzt" werden.
Vielleicht sollte die eine oder andere Kirchengemeinde mal darüber nachdenken!
Hallo
Aus dem KB wo besagter Ahnenforscher sich mit der Rasierklinge zu schaffen machte darf man Kopien machen, ihm ging es um die Original Seite

anika
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  #20  
Alt 04.03.2018, 09:52
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viola63 viola63 ist offline weiblich
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Hallo Anika,

ich glaube, ich spreche im Namen vieler Ahnenforscher, daß diese Person kein Ahnenforscher sondern ein höchstens ein Sachbeschädiger ist !!!
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Viele Grüße
viola63
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