#11  
Alt 28.06.2021, 15:06
Hansen18 Hansen18 ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Bachstelze1160 Beitrag anzeigen
Hallo allerseits
Vergewaltigungen von Soldaten waren zu dieser Zeit doch eher eine sehr große Ausnahme...

Zu Philipp Schmitt: Ich halte es ebenfalls für extrem unwahrscheinlich, dass es der biologische Vater ist, sonst wäre das Kind auch legitimiert worden nach der Hochzeit.


DNA matches könnten eine sehr gute Möglichkeit sein den tatsächlichen Vater zu finden, wobei ich mir das gut überlegen würde - deine DNA wird hiernach im Schlimmsten Fall für immer gespeichert sein und ggf weitergegeben und damit betrifft diese Entscheidung auch deine Verwandtschaft (insbesondere Geschwister / nahe Verwandtschaft)
__________________
Mit freundlichen Grüßen

Hansen18

Geändert von Hansen18 (28.06.2021 um 15:09 Uhr)
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  #12  
Alt 29.06.2021, 10:03
Jonathan Schmelz Jonathan Schmelz ist offline männlich
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Hallo an alle,

ich sehe leider erst jetzt, dass es weitere Antworten auf meinen Beitrag hier gibt. Nicht immer werde ich per E-Mail benachrichtigt. Ich war zwischenzeitlich höchst produktiv, aber auch das führte zu keinem Ergebnis, zumindest zu keinem das ich mir gewünscht hätte.

Georg Schmelz und seine Mutter betreffend: Ich fand im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden die Vormundschaftsakten von Marxheim (1859-1869) und war auch vor Ort um sie mir anzusehen. Sie decken genau den Zeitraum der Geburt von Georg Schmelz ab, leider ist kein einziger Eintrag über ihn zu finden. Auch der Nachname Schmelz kommt kein einziges mal vor. Mir ist aufgefallen, dass die Geburtsdaten der in diesen Akten aufgelisteten z.T. viel weiter zurück reichen als der Eintrag selbst. Also dass manche alten Frauen noch einen Vormund bekommen und es nicht nur Kinder und Jugendliche betrifft. Die Pfarrei, die für die Umgebung zuständig ist, hat für mich Nachforschungen anstellen lassend, lediglich herausfinden können, dass solche Akten bei ihnen existieren müssten, sie es aber nicht tun. Auch dass davon auszugehen ist, dass wenn im Kirchenbuch kein Vater geschrieben steht, er wohl nirgends sonst vermerkt ist.

Maria Margaretha Standhardinger betreffend: Nach etlichem Herumtelefonieren und weitergeleitet werden, von Kirchenstellen über Amtsgerichte, landete ich schlussendlich beim Staatsarchiv Nürnberg. Einige Tage nach meiner Anfrage bekam ich folgende Antwort:

Zitat:
Bei der Recherche nach Unterlagen, die Pflegschaft über ihre Ururgroßmutter Maria Margaretha Standhartinger betreffend, wurde im einschlägigen Register festgestellt, dass die entsprechende Pflegschaftsakte nach kurzem Umweg über das Stadt- und Landgericht Dinkelsbühl vernichtet wurde.
Den dazugehörigen Registereintrag habe ich hier in den Anhang gepackt. Was uns das sagt, ist, dass es einen solchen Eintrag auf jeden Fall einmal gegeben hat. Wie dem auch sei, ich habe nach der ernüchternden Nachricht der Vernichtung dieser Akte einmal direkt bei der zuständigen Kirche in Wassertrüdingen angerufen, den Tipp von Gudrid im Hinterkopf, dass das Pfarramt solche Akten aufbewahrt. Ich wurde an das Landeskirchliche Archiv (LAELKB) verwiesen. Eine Antwort auf meine Anfrage per E-Mail erhielt ich bis jetzt nicht, lasst uns gemeinsam hoffen!

Ansonsten war ich noch in der Lage einen DNA-Test mit meinen beiden noch verbleibenden Großelternteilen, sprich meinem Großvater väterlicherseits und meiner Großmutter mütterlicherseits zu machen. Wie es der Zufall so will, sind das genau die Linien, die früher oder später von der Unehelichkeit betroffen sind. DNA-Tests hatten ich und meine Eltern zum Zeitpunkt des Eröffnens dieses Beitrages längst gemacht. Ich habe mit drei verschiedenen Firmen getestet, bei meinen Großeltern nur noch mit einer. Ich habe nämlich sehr viel gelernt und weiß welche Ergebnisse vertrauenswürdig und am genausten sind und welche Firmen man meiden sollte. Ohne meine Eltern getestet zu haben, hätte ich diese Erkenntnis kaum gehabt. Das alles auszuführen wäre eines eigenen Beitrages würdig.


Viele Grüße,

Jonathan
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Pflegreg_Wassertrüdingen-Nr_5.pdf (975,8 KB, 15x aufgerufen)

Geändert von Jonathan Schmelz (29.06.2021 um 20:32 Uhr) Grund: Tippfehler
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  #13  
Alt 29.06.2021, 20:11
Sebastian_N Sebastian_N ist offline männlich
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Wünsche dir maximale Erfolge, Jonathan.

Kannst du kurz schreiben, welche Firmen du empfehlen würdest (falls andere den gleichen gehen wollen/müssen)?

Besten Dank

Seb
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  #14  
Alt 29.06.2021, 20:23
Hansen18 Hansen18 ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Sebastian_N Beitrag anzeigen
welche Firmen du empfehlen würdest?
Kaum vorstellbar noch dafür zu ZAHLEN seine DNA an eine private Firma in Israel zu verkaufen.

Ich kann dir nur raten das gut zu überlegen und ggf deine engen Verwandten zu fragen... die werden dann auch betroffen sein.
__________________
Mit freundlichen Grüßen

Hansen18
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  #15  
Alt 29.06.2021, 21:46
Jonathan Schmelz Jonathan Schmelz ist offline männlich
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Hallo nochmal,

inzwischen habe ich die Antwort vom Landeskirchlichen Archiv erhalten, dass nicht sie, sondern das Staatsarchiv Nürnberg für die Vormundschaften verantwortlich ist. Also drehen wir uns hier im Kreis. Das Staatsarchiv Nürnberg gab also den Tipp, es doch beim Landeskirchlichen Archiv zu versuchen.

@Gudrid: Würdest du nochmal beschreiben, wie du an die eigentlich vernichtete Akte gekommen bist? Du meintest ja, dass das Pfarramt diese Akten aufbewahrt.

@Hansen18: Von wegen! MyHeritage ist die letzte Firma, die ich empfehlen würde. Aber ob die Vereinigten Staaten in deinen Augen "besser" sind...

@Sebastian_N: Alles in allem, wenn Familienforschung deine hauptsächliche Motivation ist und du nicht mehr als einen Test machen möchtest, empfehle ich dir dringendst den von Ancestry. Nicht nur haben sie die größte Datenbank, was die Wahrscheinlichkeit näherer DNA-Matches erhöht und in meinen Augen auch die interessierteste Community, das heißt du hast gute Chancen, dass dir die Leute, die du anschreibst, auch antworten, sondern kannst du eben auch die Roh-DNA kostenlos auf MyHeritage hochladen, die die größte außeramerikanische Kundschaft haben, was andersherum nicht möglich ist. Ancestry und 23andMe erlauben das Hochladen einer DNA-Datei nicht! Ich würde allerdings nicht viel Wert auf die Ergebnisse von MyHeritage legen und auch die DNA-Matches sind mir dort ein Rätsel. Die akkuratesten Ergebnisse bezüglich der Herkunft bietet meiner Erfahrung nach 23andMe, dicht gefolgt von Ancestry. Das war eine kurze Ausführung.


Viele Grüße,

Jonathan

Geändert von Jonathan Schmelz (29.06.2021 um 21:51 Uhr)
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  #16  
Alt 30.06.2021, 08:52
Hansen18 Hansen18 ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Jonathan Schmelz Beitrag anzeigen
@Hansen18: Von wegen! MyHeritage ist die letzte Firma, die ich empfehlen würde. Aber ob die Vereinigten Staaten in deinen Augen "besser" sind...
Das war nur ein Beispiel. Es ist im Endeffekt natürlich volkommen egal wem du deine DNA verschickst. ALLE geben u.a. an Regierungsbehörden weiter und an weiß noch wen.
Des Weiteren könnten die Server gehackt werden.
Obendrauf können diese Unternehmen jeder Zeit ihre privacy statements ändern und du wirst wenig dagegen unternehmen können.


Wie gesagt, das muss jeder selbst wissen aber ich schlage dringend vor wenigstens die unmittelbar betroffenen Personen in der Familie vorher zu fragen...
__________________
Mit freundlichen Grüßen

Hansen18
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  #17  
Alt 01.07.2021, 18:14
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Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Jonathan Schmelz Beitrag anzeigen
@Gudrid: Würdest du nochmal beschreiben, wie du an die eigentlich vernichtete Akte gekommen bist? Du meintest ja, dass das Pfarramt diese Akten aufbewahrt.
Hallo Jonathan,

An die vernichtete Akte meines Onkel bin ich nicht gekommen, die gibt es ja nicht mehr. Am Geburtsort meines Onkels habe ich im Kirchenarchiv nachgefragt um Unterlagen zur Vaterschaft. Wie ich schrieb, mussten uneheliche Kinder vom Pfarrer im zuständigen Amtsgericht/Vormundschaftsgericht gemeldet werden. Eine Kopie dieser Meldung blieb im Pfarramt. Aufgrund dieser Meldung konnte mir das Pfarrarchiv den Namen des Vaters mitteilen.
Sicher gab es auch Mütter, die den Namen nicht preisgaben, trotzdem musste die Geburt im Amtsgericht gemeldet werden wegen Vormundschaft.

Ich wünsche dir, dass deine Hartnäckigkeit belohnt wird.
Ich an deiner Stelle würde vielleicht persönlich in das zuständige Pfarramt fahren und nachfragen. Aber vorher telefonieren, oft sind die Archive von mehreren Pfarreien zusammengefasst.

Viel Erfolg!
__________________
Liebe Grüße
Gudrid
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  #18  
Alt 02.07.2021, 09:37
Sebastian_N Sebastian_N ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Jonathan Schmelz Beitrag anzeigen
@Sebastian_N: Alles in allem, wenn Familienforschung deine hauptsächliche Motivation ist und du nicht mehr als einen Test machen möchtest, empfehle ich dir dringendst den von Ancestry. Nicht nur haben sie die größte Datenbank, was die Wahrscheinlichkeit näherer DNA-Matches erhöht und in meinen Augen auch die interessierteste Community, das heißt du hast gute Chancen, dass dir die Leute, die du anschreibst, auch antworten, sondern kannst du eben auch die Roh-DNA kostenlos auf MyHeritage hochladen, die die größte außeramerikanische Kundschaft haben, was andersherum nicht möglich ist. Ancestry und 23andMe erlauben das Hochladen einer DNA-Datei nicht! Ich würde allerdings nicht viel Wert auf die Ergebnisse von MyHeritage legen und auch die DNA-Matches sind mir dort ein Rätsel. Die akkuratesten Ergebnisse bezüglich der Herkunft bietet meiner Erfahrung nach 23andMe, dicht gefolgt von Ancestry. Das war eine kurze Ausführung.
Besten Dank für deinen Hinweis. Dann deckt sich das genauso wie mit meiner Erfahrung.

Beste Grüße

Seb
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dna test , dna-genealogie , marxheim , unehelich , uneheliche geburten , uneheliche kinder , vater finden , vatersuche , vormundschaft , wassertrüdingen

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