#1  
Alt 22.02.2020, 09:06
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo zusammen!

Mein 8xUrgroßvater Andreas Bötel schrieb sich am 15.8.1665 an der Helmstedter Universität ein. So weit, so gut. Allerdings wurde er erst im Juni 1654 geboren, war zu dem Zeitpunkt seiner Immatrikulation also gerade mal elf Jahre alt! Ich habe wohl den einen oder anderen Vorfahren oder Verwandten, der sich im 16. oder 17. Jahrhundert ungewöhnlich früh an einer Universität einschrieb, aber damit meine ich dann ein Alter von 14 bis 17 Jahren. Elf Jahre hingegen kommen mir sehr unwahrscheinlich vor. Ist Euch so etwas schon einmal vorgekommen? Kann man den gedruckten Helmstedter Matrikeln als Sekundärquelle trauen?

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben
Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Johann Heinrich MAASBERG, Müllermeister, Kaufmann und Brinksitzer in Söhlde, * 1725
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #2  
Alt 22.02.2020, 11:11
holsteinforscher holsteinforscher ist offline
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Moinsen consanguineus,
wenn man sich einige Artikel im Netz zum Thema *Geschichte der Universitäten* finden sich häufig auch Hinweise auf das Durschnittsalter der Studierenden. Hier ist u.a. zu lesen...*Zugang zur höheren Bildung erhielten ohnehin nur Männer, meist Söhne reicher Ratsherren, seltener auch von Adligen und Mönchen. Eine Aufnahmeprüfung fand nicht statt, die Studenten mussten vorab nicht einmal eine Schule besucht haben. So verwundert auch nicht das junge Durchschnittsalter der Studenten von 12 Jahren*...
__________________
Die besten Grüsse von der Kieler-Förde
Roland...


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  #3  
Alt 22.02.2020, 13:25
Hracholusky Hracholusky ist offline
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Hallo,


in einem Buch zu adligen Studenten an der Tübinger Universität von Jakob Ramslauer aus dem Jahr 1627 sind dort die Wappen mit dem Namen der Studenten und ihrem Abschlussjahr verzeichnet. Da sind die Studenten auch sehr jung. Ein Beispiel ist da ein Johann Adam Hruschka von Priesen mit Abschlussdatum vom 2.10.1622 der 1607 im böhmischen Zittolieb geboren wurde.
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  #4  
Alt 22.02.2020, 14:14
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo, die Erstimmatrikulation bedeutete manchmal nicht den Studienbeginn! Das kann man nicht mit der Immatrikulation heutzutage vergleichen.

Wann hat Dein Andreas Bötel den Magister gemacht? Vom Jahr des Magisters kann man ca. 3 Jahre zurück rechnen, um den wahren Studienbeginn abzuschätzen.
__________________
Viele Grüße
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  #5  
Alt 23.02.2020, 10:26
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Guten Morgen!

Wann Andreas Bötel in Helmstedt seinen Abschluß gemacht hat ist mir nicht bekannt. Auch weiß ich nicht, wann er seine Pfarrstelle in Semmenstedt angetreten hat. Ja, ich weiß noch nicht einmal, wie lange oder ob er überhaupt dort Adjunkt war. Er heiratete jedenfalls nicht die Witwe oder Tochter seines Vorgängers, sondern eine entfernte Cousine. Möglicherweise findet sich im Kirchenbuch ein Hinweis zu seinem Werdegang.

Viele Grüße
consanguieus
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