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  #11  
Alt 29.03.2020, 22:39
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo Jens,
ich verstehe nicht, warum wir es nicht so zu Gesicht bekommen, wie es Dir vorliegt.

Könntest Du nicht bitte einfach mal den ganzen Satz posten, in dem Du es exakt so aufschreibst wie es Dir vorliegt?
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Viele Grüße
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  #12  
Alt 29.03.2020, 23:44
Malte55 Malte55 ist offline
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Moin,
ich denke die Anführungszeichen sind ein Ausdruck der Unsicherheit des Abschreibenden. Das einzige was ich mir vorstellen könnte wäre eventuell >Vorsteher<, in einem kirchlosen Rundlingsdorf mit einer handvoll Häusern wird es aber wohl nicht mal den Kirchenvorsteher gegeben haben.
Wichtig wäre auch zu wissen ob dieser Zusatz durch den Sterbeeintrag erschlossen wurde. Vorgänger und Nachfolger, wie wurden die bezeichnet? Weitere auswärtige Heiratseinträge von seinen Kindern mögen vielleicht auch weiterhelfen.
Wenn das Original nicht mehr vorhanden ist, wird man es wohl auch nicht mehr klären können ob Stand, Beruf oder eine Eigenschaft gemeint war.
LG Malte
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  #13  
Alt 30.03.2020, 12:40
Benutzerbild von Tenny
Tenny Tenny ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Tenny Beitrag anzeigen
Es handelt sich wohl um Aufzeichnungen aus einem Kirchenbuch Schnega (Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen)

Grundlage für die Abschriften ist die akribische Arbeit von Friedrich Biermann (1903-1986) der in den 1950er Jahren in 128 Schulheften Register aus 32 Kirchspielen von den Anfängen bis 1800 (teils bis 1852) handschriftlich transcribiert hat. Die Hefte befinden sich im Archiv des Landkreises. Sie werden von einem kleinen Team von Ehrenamtlichen, koordiniert durch den Rundlingsverein, digitalisiert.

Ich werde mich an das Archiv wenden um Einblick in das entsprechnde Original-Heft zu bekommen und soweit möglich einen Scan davon anfertigen.

Habt nochmals vielen Dank :-)
Hier ist der Scan, doch er wird kaum was nutzen, es ist ja nur eine digital in eine Datenbank übertragene Abschrift einer vorherigen handschriftlichen Abschrift aus dem besagten Kirchenbuch.

Ich werde mich um einen Scan der ersten handschriftlichen Abschrift bemühen.

Habt alle nochmals vielen Dank und bleibt gesund :-)
Ich bleibe daheim ;-)
Gruß Jens
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FN-Granitzki, Franz Paul, Motitten (verstorben um 1924)
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  #14  
Alt 30.03.2020, 12:50
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Jens,

eines verstehe ich nicht so ganz. Herr Biermann hat noch in den 50er Jahren Einsicht in die später verbrannten originalen Kirchenbücher gehabt. So habe ich die Geschichte jedenfalls verstanden. Offensichtlich existierten die Originale also nach dem Krieg noch. Wurden denn im Dritten Reich keine Fotos der Originale angefertigt? Anderswo in Niedersachsen geschah genau das, und zwar, soweit ich weiß, auf Geheiß der Regierung. Wieso sollte das in Schnega also anders gewesen sein?

Viele Grüße
consanguineus
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Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben
Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Johann Heinrich MAASBERG, Müllermeister, Kaufmann und Brinksitzer in Söhlde, * 1725
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #15  
Alt 30.03.2020, 13:05
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Tenny Tenny ist offline männlich
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Ich stimme dem ja zu, nur kann ich es eben auch nur so weitergeben wie es mir gesagt wurde. Die handschriftlichen Abschriften von H. Biermann jedenfalls liegen im Archiv und dorthin werde ich mich sobald wieder möglich hinbegeben.


Habt alle vielen Dank
Viele Grüße
Jens
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  #16  
Alt 30.03.2020, 13:17
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Tenny Tenny ist offline männlich
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Um das handschriftliche Original kümmer ich mich.
Angehängte Grafiken
Dateityp: png Screenshot_2020-03-30 Wendland-Archiv - Kirchenbucheinträge.png (31,5 KB, 29x aufgerufen)
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  #17  
Alt 30.03.2020, 17:02
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Zitat:
Zitat von Schlumpf Beitrag anzeigen
... nach dem "Familienkundlichen Wörterbuch" ... ist ein "Vesteman(n), (ndt): Erbpächter, Lehnsmann"....
Dazu noch zwei Quellen:

Quelle 1)
"Es wird auch zwar in specie in dem Veste Brief dem Veste Mann untersaget, von seinem Lande nichts zu veräussern und zu verheuern, ..."
aus: Schleswig-Holsteinische Provinzialberichte: 1789, Seite 253 - https://books.google.de/books?id=-M5...page&q&f=false

Quelle 2) Siehe Anhänge
aus: Joh. Adrian Bolten: Beschreibung und Nachrichten von der im Herzogthume Schleswig belegenen Landschaft Stapelholm, 1777, Seite 79
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Viele Grüße
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  #18  
Alt 30.03.2020, 18:16
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Ich bitte aber folgenden Umstand zu bedenken: ein "Mann" ist kein "Herr"! Der "Herr" steht in der Hierarchie immer über dem "Mann" (welcher in diesem nicht das Geschlecht anzeigenden Kontext, was heute aber kaum jemandem mehr bewußt ist, im Prinzip nichts anderes ist als die Singularform des Pluraletantums "Leute", also untergeordnete/abhängige Personen. Bsp.: Feuerwehrmann-Feuerwehrleute oder Seemann-Seeleute)

Viele Grüße
consanguineus
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  #19  
Alt 30.03.2020, 18:58
Xylander Xylander ist gerade online männlich
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Ja, das sehe ich auch so. Vestherr ist kein Synonym für Vestmann. Vielleicht war gemeint: Vestherren-Kötner, also ein Kötner als Lehnsmann des im Umfeld bekannten Vestherrn. Aber warten wir doch den Scan der Abschrift ab.
Viele Grüße
Xylander
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  #20  
Alt 30.03.2020, 19:09
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Zitat:
Zitat von Xylander Beitrag anzeigen
Vielleicht war gemeint: Vestherren-Kötner, also ein Kötner als Lehnsmann des im Umfeld bekannten Vestherrn
Hallo Xylander,

genau diese Deutung habe ich ganz zu Anfang ja auch in Diskussion geworfen! Es wird sich hier um einen Kötner handeln, dessen Lehnsherr der ortsansässige Gutsherr ist. Über die Identität dieses Gutsherrn gab es zum Zeitpunkt des Kirchenbucheintrags keinerlei Zweifel, sonst hätte man seinen Namen erwähnt Es kann sich also wirklich nur um den "Platzhirsch" handeln. Und das war damals ein Grote.

Viele Grüße
consanguineus
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