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  #1  
Alt 29.03.2020, 15:18
Benutzerbild von Tenny
Tenny Tenny ist offline männlich
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Registriert seit: 08.02.2020
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Standard Was ist unter "der Vestherr" zu verstehen ?

Jahr, aus dem der Begriff stammt:
1802 Kirchenbuchabschrift


In einer Kirchenbuchabschrift ist unter -Stand, Beruft "der Vestherr", Kötner vermerkt.
Kötner ist mir klar doch was bitte ist unter "der Vestherr" zu verstehen?

Danke für eventuelle Hilfe und bleibt Gesund
Jens
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FN-Granitzki, Franz Paul, Motitten (verstorben um 1924)
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  #2  
Alt 29.03.2020, 15:43
zimba123 zimba123 ist offline
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Hallo Jens,


zwei Dinge wären hier hilfreich: 1. ein Scan, um einen Lesefehler auszuschließen und 2. eine Ortsangabe, um den Begriff besser einordnen zu können.


Allgemein kannst Du zum Begriff Vest in Grimms Wörterbuch lesen. Es bedeutet in etwa "das Gebiet / die Umgebung eines stark befestigten Ortes" bzw. "der Gerichtsbezirk".

http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WB...07015#XGV07015


Mir ist das Vest Recklinghausen bekannt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vest_Recklinghausen

http://genwiki.genealogy.net/Vest_Recklinghausen
__________________
Viele Grüße
Simone


Familiennamen // Blog Familienforschung
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  #3  
Alt 29.03.2020, 15:44
Benutzerbild von henrywilh
henrywilh henrywilh ist gerade online männlich
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Ein Scan wäre natürlich gut.
Es könnte etwas mit "Ehrenfester" zu tun haben.
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm
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  #4  
Alt 29.03.2020, 15:49
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist gerade online männlich
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Hallo Jens,

"Vester Herr" war eine von vielen Möglichkeiten, einen Adeligen zu bezeichnen. Möglicherweise war der Kötner Hintersasse eines ortsansässigen Adeligen, bei dem zu jener Zeit jeder wußte, wer gemeint war, so daß sich die Nennung des Namens erübrigte und nur die Höflichkeitsfloskel in das Kirchenbuch eingetragen wurde.

Wie bereits oben erwähnt: ein Scan wäre hilfreich!

Viele Grüße
consanguineus

EDIT: ich sehe gerade, Henry ist mir zuvorgekommen.
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Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben
Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Johann Heinrich MAASBERG, Müllermeister, Kaufmann und Brinksitzer in Söhlde, * 1725
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600

Geändert von consanguineus (29.03.2020 um 15:51 Uhr)
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  #5  
Alt 29.03.2020, 15:55
Benutzerbild von Tenny
Tenny Tenny ist offline männlich
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Registriert seit: 08.02.2020
Beiträge: 24
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Vielen Dank erstmal, leider ist das Original des Kirchenbuches bei einem Brand vernichtet worden, es gibt nur eine Handschriftliche Abschrift von ihr. Hier kann natürlich auch ein Fehler bei der Transkription passiert sein.
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  #6  
Alt 29.03.2020, 16:02
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo Tenny,
wir nehmen auch handschriftliche Abschriften
Ja und gern die Ortsangabe

Viele Grüße
Xylander
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  #7  
Alt 29.03.2020, 17:08
Benutzerbild von Tenny
Tenny Tenny ist offline männlich
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Registriert seit: 08.02.2020
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Es handelt sich wohl um Aufzeichnungen aus einem Kirchenbuch Schnega (Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen)

Grundlage für die Abschriften ist die akribische Arbeit von Friedrich Biermann (1903-1986) der in den 1950er Jahren in 128 Schulheften Register aus 32 Kirchspielen von den Anfängen bis 1800 (teils bis 1852) handschriftlich transcribiert hat. Die Hefte befinden sich im Archiv des Landkreises. Sie werden von einem kleinen Team von Ehrenamtlichen, koordiniert durch den Rundlingsverein, digitalisiert.

Ich werde mich an das Archiv wenden um Einblick in das entsprechnde Original-Heft zu bekommen und soweit möglich einen Scan davon anfertigen.

Habt nochmals vielen Dank :-)
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  #8  
Alt 29.03.2020, 17:17
Xylander Xylander ist offline männlich
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Beiträge: 3.153
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Hallo Tenny,
danke, viel Erfolg, und vielleicht können die Ortskundigen jetzt schon was sagen.

Viele Grüße
Xylander
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  #9  
Alt 29.03.2020, 18:17
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist gerade online männlich
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Schnega gehörte damals den Grote.
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  #10  
Alt 29.03.2020, 20:40
Benutzerbild von Schlumpf
Schlumpf Schlumpf ist offline
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Tja...
nun, wenn sich damit jemand auskennt, unterlaufen auch keine weltbewegenden Fehler.
Der Mann kannte sich aus und wusste genau, was er tat. Allerdings währe es sehr hilfreich
gewen, wenn man von Vornhinein das Kirchspiel genannt hätte.

nach dem "Familienkundlichen Wörterbuch" von Fritz Verdenhalven, Neustadt an der Aisch
1969 S. 127 ist ein "Vesteman(n), (ndt): Erbpächter, Lehnsmann".
Demnach war er ein Bauer, der einen kleinen Hof (oder Kotten) wohl in Erbpacht hatte.

viel Spaß damit
Schlumpf
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Uns ist in alten mæren wunders vil geseit. von helden lobebæren, von grôzer arebeit,. von fröuden, hôchgezîten, von weinen und von klagen,.
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