#11  
Alt 29.08.2008, 00:45
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo ThelmaLouise,

klar, wir sind furchtbar neugierig. Wir sind ja nicht so verknöcherte Adelsforscher, die nur die "von"s durchzählen und sich monatelang über unbelegbare Daten rumstreiten - das ist eine andere Fraktion . Bei uns war es letztendlich einfach nur Zufall, dass wir in solche Familien geboren wurden und wir auch noch Genealogie als Hobby betreiben und uns für Geschichte interessieren. Neugier ist da natürlich etwas ganz wichtiges. Ist doch totlangweilig, immer nur Namen und Daten zusammen zu tragen. So eine Adelsgenealogie kann ganz schön riesig werden. Interessant wird es erst, wenn man sich die Leute, die sich hinter dem Namen verbergen, etwas genauer anschaut. Je nach Quellenlage, kommt da oftmals recht interessantes bei raus. Und vor allem ist ein Blick über den Tellerrand immer eine Bereicherung. Ich glaube, das macht eben den Unterschied aus, ob man das alles ganz verbissen betreibt oder mit viel Spaß und breitem Interesse.

Deine Geschichte ist herrlich . Bleib bei uns und wir werden bestimmt noch viel Spaß zusammen haben .
Das Rätsel ist gelöst, zumindest das geographische. Naja, Deine Oma war eine sehr weise Frau, auch wenn sie sich vielleicht in der Region vertan hat. Sie hat eben auf das kleine Wort "Umweg" nicht so ganz geachtet. Vielleicht hat sie immer an Bayern gedacht .

Dass goldene Käfige scheußlich sind, wem sagst Du das. Ich bin ja noch ziemlich verschont geblieben, bin etwas nachgezügelt aber meine älteren Brüder hatten noch das "Regime" der Großmutter voll und ganz abbekommen. Da ging es noch "standesgemäß" zu, wie in der Monarchie. Für jeden Mist gab es einen Bediensteten, die dann ständig wechselten, weil die Oma eine Despotin war. Es gab tausend Dinge, die nicht getan werden durften, blieb also übrig, sich hinter dicken Büchern zu verbarrikadieren. Kein Wunder, dass der Großvater zum Halodri mutierte und sich auf weit entlegenen Besitz niederließ. Dort führte er ein ganz normales zeitgemäßes Leben, in dem er sich unternehmerisch betätigte und seine Firma mit Pauken und Trompeten in den Sand setzte. Futsch war all die Herrlichkeit und der Besitz, nur die Großmutter merkte nichts und machte munter so weiter bis zu ihrem Tod.

Tja, mit dem Hofknicks ist dort wohl wenig anzufangen?

Viele Grüße
Hina
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"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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