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  #1311  
Alt 18.12.2012, 18:04
Kunze Peter Kunze Peter ist offline weiblich
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Standard Berghüser

Jahr, aus dem der Begriff stammt: !717-1759
Region, aus der der Begriff stammt: Bärenstein

Ich habe in den ev. KB Bärenstein den Begriff Berghüser als Berufsbezeichnung gefunden.

Laurin

um welchen Ort Bärenstein handelt es sich?
Kann es sich bei Berghüser nicht auch um einen Familiennamen handeln?
Dieser wäre sofort erklärbar als niederdeutscher, auch westfäl. Wohnstättenname "jemand, der in einem Haus auf einem Berg wohnt".
In dem von Dir gen. Zeitraum gab es noch keine Wanderbewegung, die das Betreiben von Berghäusern / Berggaststätten mit sich brachte und so ggf. den Beruf erklären könnte.

Kunze Peter

Bärenstein im Erzgebirge.
Christoph, Heinrich Schubert geb. 29.12.1710 Bärenstein, Tod 18.3.1759 Bär.
Es war als Berufsbezeichnung angegeben.

Laurin

evtl. ein bergmännischer Begriff, ist aber nicht in histor. Berglexika genannt.
Aber meiner Meinung nach mit einem Haus im bergmänn. Sinne zusammenhängend, siehe Anhang.
Nach Wikipedia: Haus als das Taggebäude eines Bergwerks (Anm: Identisch mit dem Vorgenannten)


Berghäusler wäre ein guter Ansatz
  #1312  
Alt 19.12.2012, 19:05
Benutzerbild von Thomas75
Thomas75 Thomas75 ist offline männlich
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Frage Todesursache: ordinaria?

1832, Josefsberg, Galizien

weiß jemand, was diese Todesursache bedeutet?
Gefunden bei einem Jungen meiner Vorfahren, der nur 2 Tage gelebt hat.

Genforsch

ordinaria :natural, bzw natürliches Tod
__________________
Viele Grüße

Thomas

_________________________________
  #1313  
Alt 20.12.2012, 18:03
Ahnenforschung-Ittner Ahnenforschung-Ittner ist offline männlich
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Standard Berufsbezeichnung Tischer

Berufs- / Tätikeitsbezeichnung als Tischer
Wer kann mir erklären welcher Beruf damit gemeint ist?

Kunzendorfer

http://books.google.at/books?id=ssAO...ischer&f=false

petrdetok
Bei den Gebrüder Grimm liest man
tischer, m.
1) einer der tischt (1), edo, mando, patinarius Stieler 2287, mittischer, conviva. ebenda.
der tischer muszte mit leimen, hobeln und zurichten derselben aufs genaueste zu werke gehen
http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle...&lemid=GT04616
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Tischer.jpg (45,4 KB, 26x aufgerufen)

Geändert von Ahnenforschung-Ittner (20.12.2012 um 19:14 Uhr)
  #1314  
Alt 26.12.2012, 10:12
Dancersgrace Dancersgrace ist offline
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Standard Was bedeutet "levata" bei Geburtseinträgen in Mähren?

Jahr, aus dem der Begriff stammt: ca. 1830
Region, aus der der Begriff stammt: Mähren

In den mährischen Kirchenbüchern begegnet uns immer wieder der Begriff "Levata + Datum", was Jahre später unter den Namen bei den Geburtseinträgen geschrieben wird. Hier ein Beispiel:
http://actapublica.eu/matriky/brno/p...6719/?strana=7
(siehe Jakub und Waclaw)
Levata an sich heißt wohl anheben, und an einer Stelle stand dort auch auf Deutsch "gehoben" und dann ein Datum. Das Datum ist meistens so viel später, daß derjenige schon volljährig ist.
Manchmal steht auch dabei, warum sie "gehoben" wurden, z.b. in causa criminalis (wegen eines Kriminalfalls?) oder wie hier bei Waclaw in einer causa, die nicht zu entziffern ist. Mein Partner und ich haben gestern lange überlegt, was das bedeuten könnte, von Kirchenaustritt über eine Art "Volksbefragung" = Erhebung, aber warum könnte so etwas so wichtig sein, daß sie bei jedem Einwohner den Geburteneintrag heraussuchen und es dazuschreiben?

Laurin

hier die Antwort einer tschech. Forscher-Kollegin:
"Levans" das ist latinisch.
Es ist der Haupt-Taufpate.
Er haltet das Kind bei der Taufe.

Dancersgrace
wenn Levata der Taufpate ist, was bedeuten dann diese Einträge... zum Beispiel Hans wird am 10. März 1830 geboren mit Eintrag im Taufbuch unter 1830, und drunter steht in anderer Schrift und später eingefügt: Levata 25. August 1853.
Wird er dann erst mit 23 Jahren vom Paten gehalten?

karin-oö

Ich habe jedoch schon öfter gesehen, dass es im Taufbuch eingetragen wurde, wenn für die Person ein Taufschein ausgestellt wurde. Das war z. B. für eine Heirat in einem anderen Ort oder auch zum Eintritt ins Militär nötig.

Dancersgrace

Einen Taufschein ausstellen, das würde Sinn machen, und bei manchen steht dann der Grund dabei mit "in causa".

Laurin

Nein - im Alter von 23 Jahren hielt er selbst einen Täufling und das wurde im Kirchenbuch vermerkt.

apes

Ich glaube dass es sich hier um das Datum der Aushebung zum Militärdienst handelt.
In Italien z.B. nennt sich diese Aushebungsliste "Registro di Leva".

Dancersgrace

das hört sich auch sehr interessant an! Ich habe nochmal ein paar Seiten von o.g. Taufbuch durchgeblättert und fand eine Anna, bei der das "levata" stand und die wohl nicht einberufen wurde, und etwas später steht bei einem Frantisek: "Gehoben die 20. September 1863 in causa matrimonii", was eher darauf hinweist, daß er sich für eine Eheschließung einen Taufschein ausstellen ließ. Vielleicht haben sie aber damals fürs Militär auch einen Taufschein gebraucht und es ist ein weiterer Anlaß für das "Levata"?
__________________
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  #1315  
Alt 26.12.2012, 16:32
Der Suchende Der Suchende ist offline männlich
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Standard Verschoßt

Jahr, aus dem der Begriff stammt: 1650 und 1669/70
Region, aus der der Begriff stammt: Göttingen

In den Göttinger Bürgeraufnahmen 1328 bis 1918, Seite 46; Beitrag 453 steht: Verschoßt 1669/70, 1672/73 und 1674 ff. ein Haus Lange Burgstraße Ostseite, St jacobi Pfarre, das 1650 ff. von Rel Thomas Kastenmacher alias Berensen verschoßt wird.
Bei den Zeichen - und Abkürzungserklärung habe ich den Begriff "verschoßt" nicht gefunden.

Friederike

bei meiner Suche bin auf den Begriff " Schosser " bzw "Schösser " gestoßen. Was dieser
machte, wird hier einigermaßen erklärt: http://books.google.de/books?id=0Unc...hosser&f=false
und hier:
http://books.google.de/books?id=qleG...B6sser&f=false

russenmaedchen

verschoßt = versteuert.
  #1316  
Alt 29.12.2012, 19:45
nick nick ist offline männlich
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Frage Was bedeutet praeviis dimissorus

Jahr, aus dem der Begriff stammt: 1781
Region, aus der der Begriff stammt: NRW, Gelsenkirchen-Beckhausen

Ich habe ein Dokument vom 24.04.1781 an diesem Tag haben die Eheleute Hundelmann (Hullmann) Bernardus und Kejser (Kaiser) Theodora geheiratet. Beim Ehemann steht unter Familienstand: viduus- ex. Beckhausen. Viduus bedeutet ja Witwer, soviel habe ich schon herausfinden können.
Bei der Ehefrau steht unter Familienstand folgendes: ex Bottrop - praeviis dimissorus.
Was bedeutet praeviis dimissorus? Ich habe leider keine Übersetzung finden können.
Außerdem steht unter Bemerkungen: copulanti sunt, das heißt soviel wie wurden vereinigt oder?

Nik

die Ehefrau wurde vom Pfarrer aus ihrer Pfarre in Bottrop entlassen.
Ex Beckhausen heißt aus Beckhausen.

gustl

üblicherweise heirateten die Frauen am Heimatort. Wenn nun also Deine Ahne ihren Witwer an seinem Heimatort geheiratet hat, war möglicherweise eine Entlassung aus ihrer Heimatgemeinde erforderlich. (Wir brauchten das für einen Sohn, der an einem anderen Ort getauft werden sollte als an dem, an dem wir gemeldet waren. Es handelte sich um eine evangelische Gemeinde, bei katholischen Gemeinden kenne ich mich nicht aus.). Hier habe ich auch einen Link für eine sog. Dimissoriale gefunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dimissoriale
Vielleicht hilft das weiter.
Praeviis dimissorus würde bedeuten vorher entlassen und copulanti sunt heißt: sind vereinigt (= verheiratet) worden.

Kögler Konrad

Es muss wohl heißen: praeviis dimissoribus - nachdem das Entlassschreiben (des Pfarrers einer anderen Pfarrei, aus der einer der Ehepartner stammt) vorausgegangen, d.h. vorher eingetroffen war.

Kastulus

Kastulus erlaubt sich noch einmal den Hinweis, dass sich bei seinen Nachforschungen in Ober- und Niederbayern gezeigt hat, dass zwischen ca. 1650 und 1900 normalerweise im Heimatort des Bräutigams geheiratet worden ist, wenn die Brautleute unterschiedliche Wohnsitze hatten. Erst im 20. Jahrhundert scheint es sich nach meinen Erfahrungen eingebürgert zu haben (vermutl. staatlich vorgeschrieben), dass man am Heimatort der Braut geheiratet hat, so auch bei Kastulus.

gustl

Kastulus hat natürlich recht. In dem schönen Buch von Ingeborg Weber-Kellermann "Die Familie" gibt es eine Abbildung eines bayerischen Brautwagens. Da fuhr die Braut auf dem mit der Aussteuer hochbeladenen und schön geschmückten Wagen zum Bräutigam und dort wurde dann geheiratet. Und bei einer Hochzeit, die ich in Oberbayern miterlebt habe, kam die Braut auch in den 1980er Jahren noch in den Ort des Bräutigams. In anderen Landesteilen und zu anderen Zeiten war das aber auch anders. In dem Familienclan, den wir hier bearbeiten, wurde der Hochzeitsort auch danach bestimmt, wo gerade ein nahes Familienmitglied Pfarrer war und zwar vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. In dem Teil meiner Familie allerdings (evangelisch), der aus Ostpreußen stammt, wurde grundsätzlich am Wohnort der Braut geheiratet. Was meint Ihr, wäre das eine Umfrage wert, unterschieden nach Regionen und Konfessionen?

gki

Meinen Erfahrungen in Niederbayern nach wird am "Zielort" geheiratet, d.h. in der Pfarre in der das Paar seinen Wohnsitz nehmen wird. Das kann - wenn nicht beide eh aus derselben Pfarre stammen - mal die Herkunftspfarre des Mannes oder die der Frau sein. Ich habe auch Fälle bei denen beide aus einer anderen Pfarre einwandern. In allen solchen Fällen wurde vermutlich das Eheversprechen am Ausgangsort abgegeben und die eigentliche Hochzeit dann am Zielort vollzogen. Leider wird das nicht in allen Fällen in beiden Orten dokumentiert.

Asphaltblume

Ich lese auch mit Interesse mit, vor allem das mit dem "Zielort" finde ich interessant, da ich noch nach dem Heiratsort meiner Urgroßeltern suche. Am Wohn- und Geburtsort der Braut (etwas nördlich von Berlin) habe ich vergeblich gesucht, den Geburtsort des Bräutigams kenne ich noch nicht, gewohnt hat er aber wohl in Berlin, und da haben die Urgroßeltern dann auch gelebt. Nur ist Berlin ja einigermaßen groß und reich an Kirchen...
Aus der Familienüberlieferung weiß ich, dass meine Urgroßmutter sehr jung heiraten wollte, und ihre Mutter ihr Einverständnis verweigerte. Meine Urgroßmutter ging daraufhin vor Gericht und bekam vom Richter die Erlaubnis, ihren Paul zu heiraten. Das wäre dann wohl auch ein guter Grund, weshalb sie nicht aus ihrem Elternhaus heraus geheiratet hat.
  #1317  
Alt 30.12.2012, 21:13
rigrü rigrü ist offline männlich
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Standard "ex relatione matris"

Jahr, aus dem der Begriff stammt: 17. Jh.
Region, aus der der Begriff stammt: Sachsen

Hallo in die Runde. Am Ende eines ansonsten unauffälligen Taufeintrags habe ich die Bemerkung "ex relatione matris" gefunden und nun weiß ich nicht genau wie ich dieses zu deuten habe. Weiß jemand Rat?

Friedhard Pfeiffer

Aus besser Nach Angaben der Mutter
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rigrü
  #1318  
Alt 31.12.2012, 13:36
usegen usegen ist offline männlich
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Frage Was ist ein "Wehrt"

Jahr, aus dem der Begriff stammt: 1662
Region, aus der der Begriff stammt: Hannover

in einem Taufeintrag findet sich folgendes:
"Johan Richards zu Ubse junge Wehrt ein Kindt zur hl Tauffe geschickt"...
Was ist ein "Wehrt", ist es ein Knecht, ein Verwalter (Wirt) ?

Friederike

ich habe Einträge gesehen, wo die Ehefrau als Ehewirthin bezeichnet
wurde. Hier kann ich mir vorstellen, dass es auch so gemeint ist -
Werth = Wirthin.

usegen

Da in diesem Register fast ausschließlich Väter erscheinen - Mütter nur bei unehelicher Geburt - halte ich das für unwahrscheinlich


didirich

vieleicht ist hier abgekürzt. verheiratet gemeint ?

usegen

Könnte es ein Name sein - im Ostfriesieschen gibt es Weert als Vorname? Dagegen spricht, daß dieser Name im gesamten Taufregister nicht wieder auftaucht und auch in den Kirchenbuchübersichten des Kirchspiels nicht verzeichnet ist.
Ich denke daher immer noch, daß die Bedeutung mehr in Richtung "Wirt" geht.

Xylander

Ich sehe da vor dem mutmaßlichen h einen zusätzlichen Buchstaben, und überhaupt kein e, jedenfalls im Vergleich zu den anderen e.

russenmaedchen

Könnte das Wort eine Abkürzung für Wehrfester sein?
WehrfesterDer Aufsitzer eines Erbhofes oder Erbkottens als erbschatzpflichtiger Erbaufsitzer oder Erbhofbauer eines Gutsherrn.
aber auch:
so nannte man damals ... eines bauern haus und innern hofraum. den wirth aber hiesz man den wehrfester, weil jeder für sich und die seinen ... immer zu ... vertheidigung von ehr' und gut ...(Quelle: woerterbuchnetz.de)


usegen

Da es sich bei Johan Richards vermutlich um einen abhängigen Bauern gehandelt haben dürfte, wundert es mich dann allerdings, daß der gesellschaftlich über ihm stehende "Wehrt" nicht namentlich genannt ist.
die Diskussion geht weiter unter:
http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=80483
  #1319  
Alt 02.01.2013, 14:00
Tirola Tirola ist offline männlich
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Beiträge: 367
Standard Fundus instructus

Jahr, aus dem der Begriff stammt: 1903
Region, aus der der Begriff stammt: Tirol/Brixental
wie wäre "fundus instructus" am bestens übersetzt?
findet sich in Übergabeverträgen, könnte mit Inventar in Zusammenhang zu bringen sein?
Allen noch ein gutes neues Jahr!

Kastulus

hier die Übersetzung im Rieplschen Wörterbuch: "die zu einem Betrieb gehörige Ausstattung".

Tirola

handelt es sich dabei um totes oder lebendiges Inventar, bewegliches oder unbewegliches Inventar, oder kann man das daraus nicht schließen?


1.) Einantwortung 1875,
... I. An Maobilien als zum fundus instructus gehörig ...
Übrigens, was sind Maobilien?
2.) Übergabsvertrag 1903,
... auf die ledigen, nicht fundusinstructus bildenden Fahrnisse ...
3.) Einantwortung 1908,
... b) Fahrnisse, 1/2 fund. Instrukt. ....
4.) Einantwortung 1913,
...2) Fahrnisse, hievon 1/2 fundus instructus ...Angehängte Dateien fundus_1875.pdf (331,5 KB, 16x aufgerufen) fundus_1903.pdf (170,4 KB, 3x aufgerufen) fundus_1908.pdf (266,0 KB, 2x aufgerufen) fundus_1913.pdf (273,5 KB, 4x aufgerufen)
Asphaltblume

Ich lese da Mobilien, und das sind bewegliche Besitztümer (im Gegensatz zu Immobilien, den unbeweglichen Besitztümern).
Ich weiß nicht, wie das 1875 in deiner Gegend war, aber im Mittelalter zählte der Misthaufen eines Bauern zu den Mobilien, der wurde beim Umzug mitgenommen! (Dies mehr als Kuriosum.)

Kögler Konrad

fundus instructus - fundus - der Grund, das Anwesen, das Gut
instructus - ausgestattet
Bei der Übergabe wurden die unbeweglichen Dinge (Immobilien) übergeben,
aber diese nicht allein, sondern auch noch andere bewegliche Dinge (Mobilien, oder Fahrnusse = Gerätschaften, Ausstattungsgegenstände), die zur Grundausstattung
des Hofes gerechnet wurden.
Das war dann vor dem Notar der fundus instructus.
Dazu kamen dann andere Mobilien, Fahrnusse, die nicht dazu gerechnet wurden, und
eigens angeführt sind.

Tirola

Aber da steht doch im 1. Scan: Maobilien?
Ist das eine besondere Eigenart dieses Gerichtsschreibers?

Friedrich

das, was Du für ein a hältst, ist lediglich ein Kringel, der zum M gehört. So gesehen tatsächlich eine Eigenart des Schreibers.
__________________
schöne Grüße
Wolfgang
  #1320  
Alt 02.01.2013, 17:44
eike eike ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 12.06.2012
Ort: Magdeburg
Beiträge: 118
Standard Todesursache: Zerstückelung bei der Geburt

Jahr, aus dem der Begriff stammt: 1775
Region, aus der der Begriff stammt: OFB Drackenstedt

im OFB von Drackenstedt findet sich bei der Todesursache der Begriff "Zerstückelung bei der Geburt"
Was soll man sich darunter vorstellen?

Friedrich

schau mal hier, das dürfte es sein.
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