#1  
Alt 27.08.2008, 18:30
Huniady Huniady ist offline
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Standard Adelstitel verkaufen

Hallo,
Ich hab eine Frage. Falls eine Fürstenfamillie im 17. Jahrhundert verarmte, was für soziale, finanzielle etc. Vorteile brachte dies mit?
Geld etc.?
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  #2  
Alt 27.08.2008, 19:08
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo Huniady,

die Frage verstehe ich nicht so ganz. Eine Verarmung bringt doch weder Vorteile noch Geld sondern genau das Gegenteil. Verarmung bedeutet doch immer, dass die nötigen Ausgaben nicht mehr durch Besitz gedeckt sind. Letztendlich immer ein sozialer Abstieg.

Was Deine Überschrift betrifft. Adelstitel konnten und können nicht verkauft werden. Sie sind schlicht und einfach seit der Abschaffung der Monarchie Namensbestandteil. Wie sollte der Käufer das Standesamt davon überzeugen, einen solchen Kauf in seine Papiere eintragen zu lassen? Und wie will der Verkäufer das Standesamt davon überzeugen, dass er die Hälfte seines Namens versetzt hat? Die ganzen Geschichten über verkaufte Adelstitel sind schlicht und einfach schon immer im Märchenreich angesiedelt, das war selbst zu Zeiten der Monarchie nicht möglich. Adel war ein Stand und keine Handelsware.

Übrigens haben wir hier schon oft darüber geschrieben. Du kannst Dich ja mal hier im Adelsforum umsehen.

Viele Grüße
Hina
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  #3  
Alt 29.08.2008, 19:38
Huniady Huniady ist offline
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Nun ja ob es möglich war seinen Titel einzutauschen wegen Geld etc.
Oder konnte der Titel einem weggenommen werden?
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  #4  
Alt 29.08.2008, 19:50
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Weder das eine noch das andere war möglich, es sei denn, es handelte sich um einen Schwerverbrecher z.B. Mörder mit Adelstitel.

Viele Grüße
Hina
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  #5  
Alt 30.08.2008, 10:51
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Hallo Huniady,

das einzige, was manch "adeliger" heute macht, ist:
Adoptiere ein erwachsenes Kind und lasse es dir gut bezahlen Siehe Frederic von Anhalt.

Gruß
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Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #6  
Alt 30.08.2008, 11:42
Graef von Adametz Graef von Adametz ist offline männlich
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Standard RE: Adelstitel verkaufen

Zu dem Thema Adelstitel gibt es immer wieder erneute Unklarheiten, nicht zuletzt, weil gerade in Deutschland es immer noch ueber 40.000 Adelsfamilien gibt und im Jahr 1919 und danach verschiedene staatliche "Eingriffe" von der neugekuerten Elite "Beamte" vorgenommen wurden. Eine Erhebung in den Adelsstand konnte nur von dem jeweiligen Herrscher Koenig oder Kaiser vorgenommen werden. Diese(r) war die einzige Person, die auch den Adelstitel wieder aberkennen konnte. Hierfuer mussten schwerwiegende Vorfaelle ein Grund gewesen sein.
Allerdings - und das macht die Sache zwischen Deutschland und Oesterreich zum Unterschied, gibt es keine Adelsbezeichnung in jeglicher Form mehr in Oesterreich. Einem Herbert von Karajan ueberliess man den Namen und rangierte ihn als "Kuenstlernamen" ein.
Eine Anmerkung sei mir hierbei erlaubt. Gerade aber in Oesterreich heute, findet man die hoechsttrabendensten Beamtentitel, die es nicht mal bei Kaiserin Maria Theresia gab.

Nun in Deutschland sieht die Lage different aus. Seit 1918 duerfen, da es keine Monrachie mehr gibt - auch keine Adelstitel mehr ausgesprochen werden. Allerdings tut sich der Beamtenstaat schwer mit den bereits bestehenden Adelstiteln. Mir liegen aus der eigenen Familie Faelle vor, in dem man mir auf Anfrage mitgeteilt hatte, diese Person hat seinen Adelstitel "abgelegt". Nun man kann seinen Mantel oder Hut ablegen, aber einen Teil des Namens ohne dass dieser Vollzug beim Standesamt beurkundet wird, geht das nicht. Mir liegen aus meiner Ahnenforschung Berichte vor, in dem man aber so verfahren hat; speziell mit Personen, die aus dem Osten kamen und in Deutschland sich niederlassen wollten. "Druckmittel" ist wohl das richtige Wort. Auch angeforderte Standesamtunterlagen ueber den Willen einer Person zur "Namensveraenderung" kann man mir bis heute nicht vorlegen.

Viele Gruesse

Klaus Graef von Adametz
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  #7  
Alt 28.09.2008, 10:43
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Standard Ein "Prinz"..aber noch lange nicht Adelig !

Hier mal ein Link mit einigen erhellenden Anmerkungen zur Adoption eines gewissen "Prinzen" :
http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A...ric_von_Anhalt

Ein "Fauler Ast" im Stammbaum einer alten Adel-Familie
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  #8  
Alt 28.09.2008, 11:42
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Diese Adoptiv"adligen" sind letztendlich immer bekannt wie ein bunter Hund, denn auf so etwas stürzt sich die Boulevardpresse sehr gerne. Mehr wollen sie eigentlich auch nicht. Ihnen ist durchaus klar, dass man sie in ensprechenden Kreisen nicht "für voll nimmt".

Ganz anders verhält es sich mit Adoptionen innerhalb der Adelshäuser. Dort gab es das durchaus schon immer und sie genießen auch volle Anerkennung in der entsprechenden Öffentlichkeit. Hier wurde ja auch niemand gegen Zahlungen zum "Blaublüter" gemacht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eug%C3%A8ne_de_Beauharnais
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz-A...ternich-Sandor

Viele Grüße
Hina
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  #9  
Alt 28.09.2008, 11:57
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Uli Uli ist offline
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Wenn ich es richtig im Kopf habe gibt es auch in Deutschland seit 1918 keinen Adel mehr da er auch hier abgeschafft wurde. Deshalb ist es auch in Deutschland so dass ein Herr von Hanover oder von Hohenzollern usw. auch hier "einfache Bürger" sind welche nur ein "von" im Namen tragen, das keinerlei Bedeutung vor dem Gesetz haben sollte. Ich muss also auch keinen Hut mehr vor denen ziehen wenn sie an mir vorbeilaufen. Berichtigt mich bitte wenn ich da falsch liegen sollte. Aus diesem Grund finde ich solches Benehmen wie dieses von diesem Adoptivsohn mehr als lächerlich und eine Herabwürdigung seiner leiblichen Familie sowie derer nicht würdig.

Hier ein Auszug aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland:

Artikel 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Hiermit erübrigt sich ich auch welche Privilegien ein sogenannter Adel in Deutschland noch besitzt.
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  #10  
Alt 28.09.2008, 12:10
gudrun gudrun ist offline
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Hallo,

mir tut der "Prinz" nur leid, weil er sich in der Öffentlichkeit zum Affen macht und das anscheinend auch nicht merkt.

Viele Grüße
Gudrun
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