#1  
Alt 22.09.2019, 11:11
daveintrouble daveintrouble ist offline männlich
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Standard Ahnenforschung Südrussland, Wolga und Danzig bis Deutschland

Hallo zusammen,



ich kenne mich mit Foren so gar nicht aus. Auch die Sortierung, bzw Kategorien verstehe ich oft nicht. Aber das soll mich nicht abhalten Also wenn es mal nicht so klappt, seht es mir bitte nach.


Meine Eltern sind in den 80er Jahren aus Tadschikistan nach Deutschland gekommen. Sie gehörten zu den ersten sogenannten "Russlanddeutschen Heimkehrern". Ihre Vorfahren sind vor rund 200 Jahren dem Ruf Katharina der Großen gefolgt und nach Russland ausgewandert.



Ich versuche jetzt, den Weg meiner Vorfahren zu rekonsturieren. Wer waren sie, wo haben sie gelebt, usw. Viel konnte ich schon dem Web entlocken, allerdings nur selten offizielle Dokumente. Auch Auswandererlisten und EWZ Listen habe ich gewälzt.



Meine Großeltern waren SCHWABENLAND (Straub a. d. Wolga), EICHMANN (Region Saporoshje, Ukraine), JANZEN (Molotschna Kolonien) und KIRSCHENMANN (Neudorf bei Odessa). Weitere Namen im Stammbaum sind SIEMENS, KASPER, WETZLER, ROHRBACH, HERRMANN, EPPINGER, und ÖHLENSCHLÄGER.


Joa, alles weitere würde wahrscheinlich den Rahmen eines Vorstellungsposts sprengen. Wenn euch irgendetwas davon bekannt vorkommt oder euch interessiert, dann schreibt mich gerne an


PS: Ich bin auch bei Ancestry und MyHeritage vertreten.
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  #2  
Alt 23.09.2019, 02:40
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Kleeschen Kleeschen ist offline männlich
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Hallo,

herzlich willkommen im Forum! Das richtige Unterforum für Dich ist Russland, Galizien, Bukowina, Wolgaregion, Bessarabien Genealogie.

Kirschenmann aus Neudorf ist mir bestens bekannt und Wetzler habe ich dort auch in der Verwandtschaft. Hierzu könnte ich eventuell Hilfestellung anbieten.

Viel Erfolg bei Deiner Suche!

Liebe Grüße
Kleeschen
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  #3  
Alt 04.02.2020, 19:43
daveintrouble daveintrouble ist offline männlich
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Standard Kirschenmann Verwandschaft

Hallo Kleeschen,


da ich momentan nicht weiter in die Tiefe komme, gehe ich in die Breite. Ich finde es wahnsinnig interessant, wie sich die Familie verbreitet hat. Da Du Kirschenmann kennst, greife ich die gleich mal auf.
Meine Oma ist eine Tochter von Friedrich Kirschenmann *1906 und Mathilde Rohrbach *1911.
Meine Urur-Großeltern sind Jakob Kirschenmann *1876 und Eva Wetzler *1870. Die Umstände sind etwas unklar, aber Friedrich wuchs nach dem Tod der Eltern wohl abwechselnd bei verschiedenen Wetzlers auf.
Dann sind da noch Johann Rohrbach *1884 und Magdalene Hermann *1884.


Ich versuche momentan meine Daten zu verifizieren. Kommt Dir was davon bekannt vor? Desweiteren versuche ich auch, alle Geschwister zusammen zu bekommen. Kannst Du mir dabei helfen?


Hoffnungsvolle Grüße
David Janzen
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  #4  
Alt 04.02.2020, 23:26
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Kleeschen Kleeschen ist offline männlich
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Hallo David,

liegt Dir die Akte der EWZ zu Deinen Urgroßeltern vor? Diese kann durchaus interessant sein und einen guten Einblick in das Leben Deiner Ahnen geben. Es kann außerdem noch Fotos in den Akten (bzw. den Karteikarten) geben. Aus dieser ließen sich auch noch die Namen der Großeltern von Friedrich Kirschenmann und Mathilda geb. Rohrbach herauslesen, womit man dann weiterführende Angaben bestätigen kann.

Im Kirchenbuch Neudorf findet sich die Taufe von Friedrich Kirschenmann:

Friedrich Kirschenmann
Sohn von Jakob Kirschenmann und dessen Ehefrau Eva geb. Wetzler
geboren am 13. Februar 1906 (julianischer Kalender!) um 6 Uhr morgens
getauft am 24. Februar 1906 (julianischer Kalender) durch Pastor Schilling

Taufpaten: Friedrich Wetzler, Eva Adam, Johann Meier

Jakob Kirschenmann und Eva Wetzler haben am 18. Februar 1903 im Kirchspiel Glückstal geheiratet.

Kirchenbücher von 1911 gibt es leider nicht, weswegen ich die Taufe von Mathilda geb. Rohrbach nicht nachschlagen kann.

Weiter kommt man zweifelsfrei jetzt nicht, denn es gab mehrere Personen namens Jakob Kirschenmann. Mit den Namen der Eltern, die in der EWZ-Akte stehen, kann man dann den passenden Geburtseintrag suchen.

Viele Grüße
Kleeschen
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  #5  
Alt 05.02.2020, 00:06
daveintrouble daveintrouble ist offline männlich
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Es ist furchtbar...mit jeder neuen Antwort entstehen 10 neue Fragen


Die EWZ Listen kenne ich. Aber nur mit Name, Geb.Datum, Geb.Ort. Kann ich Kopien von vollständigen Akten irgendwo anfordern? Außerdem habe ich festgestellt, dass bei diesen Listen auch unheimlich viele doppelte und auch falsche Einträge sind.


Hast Du die Möglichkeit, mir Kopien von den Einträgen zukommen zu lassen, bzw. kannst Du mir sagen, von welcher Stelle ich die bekommen kann? Leider kann ich kein Russisch, daher habe ich den Kontakt in diese Richtung bislang gescheut.



Lt. den Aufzeichnungen meiner Ur-Oma war Peter Kirschenmann *1841 der Vater von Friedrich.


Eine Frage am Rande...welche konfession wurde denn vermerkt?


Vielen Dank für Deine Hilfe


David
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  #6  
Alt 13.02.2020, 21:24
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Kleeschen Kleeschen ist offline männlich
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Hallo David,

ist ja nicht schlimm, das geht jedem am Anfang so. Man muss sich nur an die außergewöhnliche Quellenlage in der Gegend gewöhnen.

Die EWZ (kurz für Einwandererzentralstelle) war eine Behörde in NS-Deutschland. In diesem konkreten Beispiel spielte die eine Rolle, als im März 1944 die deutschen Dörfer im Gebiet Odessa geräumt wurden und die deutschstämmige Bevölkerung in das heutige Polen in den sog. Warthegau umgesiedelt wurde.
Da die Personen die sowjetische Staatsbürgerschaft hatten, wollte man ihnen die deutsche geben. Hierfür mussten Einbürgerungen durchgeführt werden - im großen Stil. Es gab täglich "Schleusungen", bei denen Familien erfasst wurden und sie im besten Fall die deutsche Staatsbürgerschaft bekamen.

Für diese Einbürgerung mussten, wie auch noch heute üblich, Papiere vorgelegt werden, Lebensläufe geschrieben werden, Daten angegeben werden, etc.. Es kommt immer darauf an, wann die Akten entstanden. Zu Akten bis zum Herbst 1944 gab es noch Karteikarten, teilweise mit Fotos. In Akten aus dem Herbst/Winter 1944 gibt es oft nicht einmal mehr Lebensläufe. Aufgrund des Rassenwahns der Nationalsozialisten mussten kleine Stammbäume erstellt werden. Sie reichen bis zu den Großeltern des Antragstellers.

Die Akten wurden nach dem Krieg durch amerikanische Behörden beschlagnahmt und nach Berlin ins dafür errichtete BDC (Berlin Document Center) verbracht. Dort wurden sie auf Mikrofilm aufgenommen. Die Originaldokumente befinden sich heute beim Bundesarchiv.
Besagte Mikrofilme kann man bei der NARA (und teilw. bei Familysearch) einsehen. Dort wurden sie von fleißigen Forschern aus Amerika indexiert, jedoch nur oberflächlich. Die Indices sind dafür gedacht, seine Familienangehörigen zu finden und dann den jeweiligen Mikrofilm nach genaueren Daten zu durchsuchen.

Ich empfehle Dir deshalb, beim Bundesarchiv die Originalakten zu besorgen.

Die Kirchenbücher von 1833 bis 1885 sind kostenfrei auf Familysearch einsehbar. Dort kannst Du bspw. über die Zweitschriften des Kirchspiels Glückstal die Einträge zu Neudorf finden.

Einträge ab 1899 findet man verstreut in kommunalen Archiven in der Ukraine. Im Fall von Glückstal sind diese im Staatsarchiv der Oblast Odessa. Ich kann hier nur begrenzt Auskunft aus den Büchern geben, Kopien kann ich leider nicht bereitstellen.

Alle von mir genannten Personen sollten evangelischer Religion sein.

Wenn gewünscht, kann ich bei der Beschaffung der Kopien der EWZ-Akten behilflich sein.

Viele Grüße
Kleeschen
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eichmann , janzen , mennoniten , russland , russlanddeutsche , wolgadeutsche

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