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  #1  
Alt 12.03.2021, 13:07
ManHen1951 ManHen1951 ist offline männlich
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Standard Zwillingsgeburt und nur falsch gerechnet oder biologisch möglich?

Hallo zusammen,
ich konnte bisher keinen spezielleren Platz innerhalb des Forums für mein Thema finden.
Konkret geht es um zwei Geburten, die mehr als nur einige Stunden auseinander liegen und um genealogische Kalenderrechnung, also wahrscheinlich keine so neue Fragen.
Zu einer Familie mit letztlich 8-9 Kindern lassen sich auf Grund einer größeren Lücke in den Kirchenbüchern zu einigen Kindern keine Geburtseinträge finden, lediglich über spätere Heiraten und/oder Todesfälle.
So fand ich eine junge Frau, die am 11.03.1873 starb und der Pfarrer ihr Alter notierte: 34 Jahre, 10 Monate und 8 Tage.
Mit einem Kalenderrechner erhalte den 1. Mai 1838 als Geburtsdatum und mit einer simplen Subtraktion, wie ich sie schon einmal an anderer Stelle in diesem oder zeitlich ähnlichen Kirchenbuch gesehen habe, den 3. Mai 1838.
Diese Differenz ist aber nicht mein Thema, zumal nicht nur einmal nur das Taufdatum statt des Geburtsdatums den Kirchenbüchern zu finden ist.
Nun fand ich einen Bruder der Frau anlässlich seiner Heirat in einer anderen Gemeinde.

Zum Heiratseintrag (und bei weiteren Einträgen im gleichen Zeitraum) wurde deutlich erkennbar später, andere Schrift, andere Tinte, noch das Geburtsdatum hinzugeschrieben: 28. Mai 1838.
WENN diese Angabe korrekt ist, liegt hier eine quasi Zwillingsgeburt im Zeitraum von 25 - 27 Tagen vor!?
Ist das möglich?


Gruß
Manfred
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  #2  
Alt 12.03.2021, 13:51
AhnenforschungAnfänger AhnenforschungAnfänger ist offline
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Registriert seit: 02.02.2021
Beiträge: 69
Standard

Hallo,
Ich hatte das schon öfter, dass die Altersangaben in Trauungs- und Sterbebucheinträgen falsch waren (sogar Namen wurden oft falsch geschrieben (z. B. Amalia statt Rosalia)). Entweder der Pfarrer hat sich verrechnet, die Person wusste nicht genau ihr Geburtsdatum oder was auch vorkommt, dass nur der Mann dabei ist, wenn der Pfarrer den Eintrag macht und er dann was falsches sagt. Ich würde dem ganzen nicht immer zu 100% vertrauen, Fehler kommen vor, vor allem wenn z.b. Trauung und Geburt in verschiedenen Gemeinden stattgefunden haben.

Zudem kam es vor, dass sich Leute einfach jünger gemacht haben, kennt man ja auch von heute, dass viele sich jünger wünschen als sie wirklich sind

LG

Geändert von AhnenforschungAnfänger (12.03.2021 um 13:52 Uhr)
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  #3  
Alt 12.03.2021, 13:56
AhnenforschungAnfänger AhnenforschungAnfänger ist offline
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Registriert seit: 02.02.2021
Beiträge: 69
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PS: Theoretisch wären die 25 - 27 Tage durchaus möglich:
https://www.stern.de/familie/kinder/...n-8668162.html

Aber die Begründung mit dem falschen Angaben ist wohl 1000x wahrscheinlicher.
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  #4  
Alt 12.03.2021, 20:01
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von AhnenforschungAnfänger Beitrag anzeigen
PS: Theoretisch wären die 25 - 27 Tage durchaus möglich:
https://www.stern.de/familie/kinder/...n-8668162.html
Dass dann beide Zwillinge im 19. Jahrhundert überlebten, wäre aber mindestens so unwahrscheinlich wie die Tatsache selbst .

Ich würde - wie in vielen anderen Fällen auch - von einem Fehler ausgehen. Es passierte auch öfters, dass bei der Heirat oder der Beerdigung der Taufeintrag raus gesucht wurde und genau das Alter berechnet wurde. Nur dass es sich um ein anderes gleichnamiges Geschwister handelte (das entweder den gleichen Namen hatte und früh starb oder aus einem anderen Grund den selben oder fast selben Namen hatte).
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  #5  
Alt 12.03.2021, 22:02
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Hallo,

nach meiner Erfahrung sind Altersangaben in Heirats- oder Sterbeeinträgen immer nur ein Anhaltspunkt. Je älter die Person und je weiter zurück in der Forschung, desto größer kann die Abweichung sein!

Ich freue mich, wenn es stimmt, wenn nicht muß ich eben rund um das Datum suchen. Erstmal +/- 5 Jahre, wenn da nichts ist +/- 10 Jahre. 9 Jahre Abweichung hatte ich schon.
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Christine
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Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #6  
Alt 13.03.2021, 10:58
ManHen1951 ManHen1951 ist offline männlich
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Hallo und guten Morgen.
Besten Dank für eure Beiträge und Meinungen, ich tendiere in diesem Fall auch zu einem kleineren Fehler beim Berechnen des Alters der Verstorbenen, wann der Bruder geboren wurde bzw. regelmäßig seinen Geburtstag feierte, sollte bekannt gewesen sein ...
Dass es erhebliche Falscheinträge gab, Differenzen von Jahren, habe ich selbst oft feststellen können, aber diese betraf in aller Regel (!) meine Kolonistenfamilien in Kongresspolen, wo also mehrere Umstände zusammentrafen:
- polnische Priester in ihrer Amtseigenschaft,
- zugezogene Fremde mit ihren deutschen Dialektsprachen und wenig Polnischkenntnissen,
- kurzzeitiger Aufenthalt in der Region --> d.h. nicht seit Generationen ansäßig und bekannt,
- Analphabetismus

Im vorliegenden Fall - ich hatte es nicht erwähnt - geht es um den (heutigen) Elbe-Elsterkreis in südlichen Brandenburg mit seit x Generationen ansäßigen Familien in Dörfern und Weilern, die u.U. seit dem 12. Jahrhundert bestanden (Besitz des Klosters Dobrilugk) und noch bestehen.

Die Pfarrer, lange im Amt auf den Dörfern, kannten alle ihre Schäfchen und auch die aus den Nachbardörfern, wenn kreuz und quer geheiratet wurde, die sie schon getauft und konfimiert hatten und sie sprachen die gleiche Sprache,
(die intimen Kenntnisse von den familiären Verhältnissen lassen sich oftmals durch zusätzliche Notizen des Pfarrers in den Kirchenbucheinträgen erahnen ...).
Die einzigen Fremden, abgesehen von durchziehenden und marodierenden fremdem Armeen, waren die dorthin verlegten Soldaten des Prinz Anton und Prinz Ludewig Regiments, die immer wieder für "genetische Durchmischung" sorgten ...
Abschließend:
wenn es hier nicht "nur" um den Bruder (und die Schwester) des eigentlichen Vorfahren ginge, hätte ich noch die Möglichkeit, nach der standesamtlichen Sterbeurkunde ab 1874 zu suchen, denn bisher stimmten die Kirchenbuchangaben in diesem Gebiet mit späteren standesamtlichen Daten, soweit vorhanden, überein.

Gruß
Manfred
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Geändert von ManHen1951 (13.03.2021 um 10:59 Uhr)
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  #7  
Alt 13.03.2021, 12:12
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Ich hatte solche Fehler auch in meiner Familie in Italien, wo meine Familie seit 1711 bis heute ansässig ist und die Pfarrer damals sicher auch alle gut kannten. Trotzdem passierten halt Fehler. Ich hatte sogar mal in der Schweiz Mitte 20. Jhd. einen einfachen Übertraungsfehler im Standesamt, wo bei der Heirat der Tag und Monat von der Geburt der Frau in der Zeile darüber abgeschrieben wurde, anstatt das richtige Datum. Da das richtige Datum war in der Familie und auf anderen Dokumenten überliefert und der Fehler daher ziemlich offensichtlich.
Allen können Fehler passieren, auch uns.

Wenn du Lücken bei den Kirchenbüchern hast, solltest du wenn möglich unbedingt über das Standesamt suchen. Alles andere wäre ja nur Spekulation. Aber natürlich bleibt dir überlassen, wie wichtig diese Personen für dich sind und du musst ja auch nicht unbedingt jetzt schon alles herausfinden.
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