#371  
Alt 27.05.2019, 22:05
tuedelluet tuedelluet ist offline männlich
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Moin allerseits,

bei mir ist heute eine Mail vom Bundesarchiv Abt. PA (ehemalig WASt) auf meine Anfrage vom 19.12.2018 eingetroffen.
Ich freue mich, denn ich hatte ja mit Längerer Wartezeit gerechnet, nach dem, was hier zwischenzeitlich in Beiträgen genannt wurde.
__________________
Gruß aus Bremen

tuedelluet
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  #372  
Alt 28.05.2019, 18:07
Ric29 Ric29 ist offline männlich
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Ich bekam auch vor etwa zwei Monaten eine Mail, dass zu meiner gesuchten Personen Unterlagen gefunden werden konnten, ich müsse nur noch den aktuellen Benutzerantrag ausfüllen. Wie gesagt vor zwei Monaten.

Ich habe echt keine Ahnung wie das da arrbeitstechnisch läuft. Die suchen die Unterlagen raus, melden sich zwecks Benutzerantrag, und packen die für die nächsten zwei Monate wieder ins Archiv? Oder bleibt das dann zwei Monate auf dem Schreibtisch liegen?

Auch diese ewig langen Wartezeiten. Wie viele Leute arbeiten denn dort? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Anzahl der Anträge so enorm hoch ist. Auch wenn die Damen und Herren dort, sicher stets etwas anderes behaupten würden.

Ric
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  #373  
Alt 29.05.2019, 08:39
Sxdxdr Sxdxdr ist offline männlich
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Wie die WAST arbeitet und wie viel Personal sie zur Verfügung hat weiß ich natürlich nicht. Aber ich meine mal gelesen zu haben, dass die pro Jahr ca. 30.000 Anfragen haben (Man darf mich da auch gerne korrigieren). Das wären pro Arbeitstag (also Wochenenden und Feiertage mal abgezogen) rund 120 Anfragen. Das ist schon eine Menge.

Was ich trotzdem nicht verstehe ist der doch recht unterschiedlich lange Zeitraum, den die für die Bearbeitung von Anfragen brauchen. Ich lese hier, dass Leute die Anfragen im September 2018 und Dezember 2018 gestellt haben schon Antworten haben. Für meine Anfrage von Oktober 2018 habe ich noch keine Rückmeldung erhalten.Andere schreiben von 2,5 Jahren Bearbeitungszeit. Das ist schon etwas seltsam.


Aber gut, da steckt man nicht drin. Die werden schon ihre Gründe haben.
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  #374  
Alt 29.05.2019, 12:14
Ric29 Ric29 ist offline männlich
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30.000 Anfragen pro Jahr?

Irgendwie glaube ich nicht an diese Zahl. Das geht ja schon fast in Richtung Anträge auf Stasi Akten, wo der Bekanntheitsgrad ja bei WEITEM höher ist. Ich kenne z.B. unzählige Leute aus allen Regionen Deutschlands, die so eine MfS Akte beantragten oder zumindest wissen, dass man die beantragen kann.

Allerdings kenne ich kaum jemanden, der je was von der WAST gehört hat, wenn er nicht gerade mit Ahnenforschung zu tun hatte.

Ich halte die Zahl also für sehr übertrieben. Kann mir aber gut vorstellen, dass die WAST selbst solche Zahlen in den Umlauf bringt.

Ich denke eher, dass dort einfach mehr Kaffee fließt als Schweiß. Sorry, aber ansonsten kann ich mir das nicht erklären. Denn, wie du schon sagst, einige Anträge sind zwei Monate später bearbeitet, andere ziehen sich über Jahre hin. Da wird wohl jemand im Mitarbeiter Team sein, der nicht den ganzen Tag Berliner Morgenpost liest und noch voller Elan ist. Vielleicht jemand neues. Na er wird sich schon noch ans Arbeitsklima gewöhnen.


Ric
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  #375  
Alt 29.05.2019, 13:14
Niederrheiner94 Niederrheiner94 ist offline
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Hallo!


Ich halte die Angaben schon für durchaus zutreffend. Man hat schon öfter gehört, dass vielfach händisch in verschiendenen Beständen gesucht werden muss und wenn sich zu einer Person mehr finden lässt oder mehr überprüft werden muss, dauert das auch länger.



Viele müssen sich auch gar nicht mit Ahnenforschung beschäftigen um herausfinden zu wollen, was der Vater/Opa/Uropa im Krieg gemacht hat. Zumal diese Fragen auch häufig aufgeworfen werden, wenn man militärische Gegenstände/Dokumente im Nachlass entdeckt und sich daraus Folgefragen ergeben.



Wie dort konkret gearbeitet wird, wissen wir nicht und ich finde es mehr als dreist diesen Leuten Faulheit oder ähnliches zu unterstellen.


Gruß
Fabian
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  #376  
Alt 29.05.2019, 14:05
Ric29 Ric29 ist offline männlich
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Das wäre nicht die erste Behörde in Berlin bei der so etwas an der Tagesordnung ist.

In vielen Ämtern in Berlin ticken die Uhren anders. Das berühmte, extra langgzogene "Moooooment" wird sicher jeder Berliner kennen aus irgendeinem Amt.

Wie dem auch sei, selbst wenn die utopische Summe von 120 Anfragen am Tag realistisch sein sollte, dann wären das für 12 Mitarbeiter 10 Anträge. Ich glaube das wäre irgendwie machbar. Aber wie gesagt, so eine Summe wird dort nie zustande kommen. Denn wie gesagt, die Summe ginge dann wirklich in Richtung Stasi Akten, die weitaus begehrter sind.

Wie dem auch sei, vielleicht tut sich ja in der nächsten Zeit etwas, jetzt wo ihnen das Bundesarchiv auf die Finger schaut.

Ric
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  #377  
Alt 29.05.2019, 15:39
Mittelfranke Mittelfranke ist offline männlich
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Hallo,
30 000 Anfragen pro Jahr kann ich mir gut vorstellen. Anfang dieses Jahrzehnts waren es angeblich sogar über 40 000, nachzulesen unter https://archiv.reservistenverband.de...0&newsid=24936.

(Stasi-Akten übrigens über zwei Millionen Anfragen seit 1992, das sind 74 000 pro Jahr, Quelle https://www.bstu.de/akteneinsicht/privatpersonen/)

Der Begriff „Anfrage“ ist natürlich Definitionssache, was ich als Anfragen zählen würde:

- Eine Anfrage eines Ahnenforschers zu einer Person (analog dazu: eine Anfrage über fünf Personen würde ich als fünf Anfragen rechnen), hierbei ist der Begriff Ahnenforscher durchaus sehr weit gefasst.
- Eine (mehr oder weniger) freundliche Nachfrage eines Ahnenforschers warum denn nach vier Wochen (oder beliebigen Zeitraum wählen) noch immer nichts passiert ist
- In und um Stalingrad gibt es angeblich noch immer teilweise wöchentlich Funde, entsprechend häufig ist sicherlich die Kommunikation mit dem Volksbund
- Der Suchdienst des DRK ist sicher auch ein ständiger Gesprächspartner
- Anfragen aus der Geschichtsforschung
- Anfragen der Medien
- Anfragen verschiedener Institutionen und Vereine (z. B. Kriegskindertreffen)

Da kann ich mir eine Anzahl von 30 000 wie o. a. sehr gut vorstellen, und dann muss die Sachbearbeitung erfolgen:

Zitat:
Zitat von RIC:
dann wären das für 12 Mitarbeiter 10 Anträge
Klar, und 9 Frauen bringen ein Kind in einem Monat zur Welt… Im Ernst, allein die Bürokratie zu einer Anfrage (Aktenzeichen eröffnen, Berechtigung und Angaben des Anfragenden prüfen, Rückantwort mit Formularen, z. B. Fa. Selke, sowie Weitergabe des Suchauftrags auf die entsprechenden Stellen im Archiv) ist mindestens eine halbe Stunde Aufwand und außerdem kostenfrei.
Dazu kommt die Bearbeitung der bereits laufenden Anfragen, ich vermute, dass die gesamte Sachbearbeitung einer „Standard-Ahnenforschungsanfrage“ zum militärischen Werdegang einer Person einen halben Arbeitstag in Anspruch nimmt, auch ohne zu viel schwarzes Gold zu verbrauchen. Dabei ist der Suchaufwand im Archiv, eine vollständige Digitalisierung der Dokumente einschließlich einer ordentlichen Datenbank sehe ich als unmöglich an, noch nicht eingerechnet.
Hochgerechnet tippe ich folglich auf die Bearbeitung von 10 Vorgängen pro Woche pro Sachbearbeiter, basierend auf meinen Erfahrungen mit Bürokratie in dem Unternehmen, in dem ich beschäftigt bin. Noch nicht eingerechnet hierbei sind Störungen jeglicher Art wie IT-Probleme, wichtige Veranstaltungen, Telefonate und Sonderwünsche von Vorgesetzten… Auch der unter Umständen an manchen Stellen vorhandene Flash-Faktor ist hier nicht berücksichtigt. https://zootopia.fandom.com/wiki/Flash_Slothmore

Zusammengefasst wundert es mich nicht wenn sich entsprechende Warteschlangen bilden bis eine erstmalige Bearbeitung der Anfrage erfolgt, vor allem weil manche Anfragen wie Verbleibsauskünfte vorrangig behandelt werden (müssen und sollen) weil sie eben zeitkritisch sind.

Wenn ich mir dann noch vorstelle wie manche „Standard-Ahnenforschungsanfragen“ ablaufen (hier habe ich böses Kopfkino), dann bin ich bisher mit 8 Monaten Bearbeitungszeit, einer Rechnung über 30 Minuten Suchaufwand und jetzigem Warten auf Meldung der Firma Selke mehr als glücklich!
__________________
Viele Grüße

ein Mittelfranke

________________
Ich suche in Ostpreussen:
Kreis Niederung: FN Beyer, Juckel/Jukkel, Kerstein, Paetzel; Kreis Labiau: FN Kailuweit, Denkert, Schönke, Seidenberg
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  #378  
Alt 29.05.2019, 22:53
Olivia S. Olivia S. ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Mittelfranke Beitrag anzeigen
Hallo,
Der Begriff „Anfrage“ ist natürlich Definitionssache, was ich als Anfragen zählen würde:

- Eine Anfrage eines Ahnenforschers zu einer Person (analog dazu: eine Anfrage über fünf Personen würde ich als fünf Anfragen rechnen), hierbei ist der Begriff Ahnenforscher durchaus sehr weit gefasst.
- Eine (mehr oder weniger) freundliche Nachfrage eines Ahnenforschers warum denn nach vier Wochen (oder beliebigen Zeitraum wählen) noch immer nichts passiert ist
- In und um Stalingrad gibt es angeblich noch immer teilweise wöchentlich Funde, entsprechend häufig ist sicherlich die Kommunikation mit dem Volksbund
- Der Suchdienst des DRK ist sicher auch ein ständiger Gesprächspartner
- Anfragen aus der Geschichtsforschung
- Anfragen der Medien
- Anfragen verschiedener Institutionen und Vereine (z. B. Kriegskindertreffen)


Hallo!

Der VDK macht nicht nur Funde in Stalingrad .... Die sind sehr aktiv!

Laut Arbeitsbilanz des Volksbundes 2018:

Zitat:
Der Volksbund arbeitet eng mit der Deutschen Dienststelle zusammen. Da diese als amtlicher Gräbernachweis jede einzelne Positionder Umbettungsergebnisse zu prüfen und zu bestätigen, ggf. auch noch die Entschlüsselung gefundener Erkennungsmarken vorzunehmen und Kriegssterbefallanzeigen zu erstatten hat, übermitteln wir die Unterlagen im Anschluss an unsere Identifizierungsarbeit dorthin.
2018 von der Deutschen Dienststelle erhaltene Bestätigungs-, Änderungs- bzw. Ergänzungsmitteilungen: 49.902
2018 vom Gräbernachweis eingearbeitete Mitteilungen 29.656
Das hab ich über Google gefunden (gibt es wohl nur als Download, deswegen stelle ich hier keinen Link ein).


"Jede einzelne Position". Also alle! Das waren 2018 knapp 80.000 Bearbeitungen, die "nebenbei" gemacht wurden. Ich glaube nicht, dass die zu den "normalen" Anfragen dazu zählen. 80.000 plus X kann ja nicht 30.000 oder 40.000 ergeben.



An Ric:

Die oben genannten Zahlen hat der Volksbund in Umlauf gebracht. Lügen die auch?

Die Zahl der Anfragen im Jahr 2018 hinsichtlich der (sicherlich sehr bekannten, aber nachweisbar nicht ganz so häufig benutzten) Stasiunterlagen hat die BSTU auf ihrer Webseite veröffentlicht:

Zitat:
Im Jahr 2018 haben 45.309 Bürger einen Antrag zur Akteneinsicht gestellt.
Gruß von Olivia
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  #379  
Alt 31.05.2019, 12:35
Benutzerbild von Manu0379
Manu0379 Manu0379 ist offline weiblich
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Hi Ric29, es gab mal ein interessantes Video aus der WASt-Zeit hier, leider ist das nicht mehr zugänglich. Ein Antrag wird nicht von Bearbeiter X von Anfang bis Ende bearbeitet sondern geht durch mehrere Hände. Und wenn zu einem Ahnen noch nie ein Antrag gestellt wurde muss händisch gesucht werden, da ist dann noch nichts mit: PC an und nach Namen suchen.

LG Manu
__________________
Regionen und Namen meiner Sackgassen:
(Neu) Karstädt, Groß Laasch und Umgebung: Möller, Gäth, Laudan, Lüth, Rohk, Dien, Ihde, Schell, Giese, Dreyer, Madaus, Hinrichs, Suhr, Tägeln, Hamann, Mellmann
Region Suckow, Prignitz: Schütt, Krutzki, Lenth, Kop(p)low, Berger, Madaus, Giestemann,
Hamburg, S-H: Osterhof, Bauer, Scheele, Kohlmeyer, Eggers, Warge, Brandenburg, Mensen
Niedersachsen: Fehmer
Rawitsch: Schmidt, Kwittua, Poranske/-ska/-ski, Eitner, Fran(c)ke, Bergmann

Geändert von Manu0379 (31.05.2019 um 12:36 Uhr)
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  #380  
Alt 01.06.2019, 02:43
sRtz sRtz ist offline
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Beiträge: 306
Standard Bearbeitungszeit der Anträge

Hallo, bin gerade zufällig auf dieses Thema gestoßen. Ich habe gerade am Montag den 27.05.19 einen Antrag zum Bundesarchiv PA abgeschickt. Das Bundesarchiv bearbeitet ja jetzt die Anträge.
Seit dem 1. Januar 2019 ist die Deutsche Dienststelle (WASt) in das Bundesarchiv überführt. Die gesetzlich festgelegten Aufgaben werden unter dem Dach des Bundesarchivs weiterhin wahrgenommen. Zu diesem Zweck ist im Bundesarchiv eine eigene Abteilung am Standort Eichborndamm, in Berlin Reinickendorf eingerichtet worden.
Die bisher bei der Deutschen Dienststelle (WASt) eingegangenen und noch nicht abschließend beantworteten Anfragen werden selbstverständlich bearbeitet, ohne dass Sie eine neue Anfrage stellen müssen.


Ich hatte aus Neugier am 28. Mai angerufen und nach der Dauer , von der Bearbeitung nachgefragt. Ich bin von 1-2 Jahren aus gegangen. Die Dame am Telefon , sagte mir 3- 6 Monate . Eine erhebliche Beschleunigung , der Bearbeitungszeit. Mal sehen , bin gespannt.
Gruß

Geändert von sRtz (01.06.2019 um 02:44 Uhr)
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