#1  
Alt 12.05.2021, 19:38
Coralie Coralie ist offline weiblich
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 12.05.2021
Ort: Bayern
Beiträge: 3
Standard Per Matrimonium subsequens legitimatus vor der Ehe?

Servus miteinander,

bei mir herrscht leider gerade absolute Verwirrung bezüglich ein paar anfangs als unehelich geführter Kinder einer meiner Vorfahren...

Martin Stromer ist am 30. August 1863 als Sohn der Maria Stromer (eigentlich ja Strommer, aber kurz vor meiner Oma ist das zweite M in der Schreibweise verloren gegangen) geboren.
https://data.matricula-online.eu/de/...ott/4-H/?pg=13 (vorletzter Eintrag #13)

Immerhin weiß ich, dass "per matrimonium subsequens legitimatus" bedeutet, dass das Kind aufgrund der Ehe legitimiert worden ist.

Jetzt steht dahinter aber einmal ein Kauferwelsch, das ich nicht entziffern kann und das Datum 2. Januar 1864.
Also "per matrimonium subsequens legitimus ... 2. Januar 1864" interpretiere ich als: "Martin wurde am 2. Januar 1864 aufgrund Heirat der Maria Stromer und des Johann Keller legitimiert".
Geheiratet haben die beiden aber erst 1867. (https://data.matricula-online.eu/de/...ott/4-H/?pg=51 2. Zeile)

Ähnliches ist bei einem weiteren Kind zu lesen.
Joseph - geboren 27. März 1865, Legitimation am 17. Juni 1863
https://data.matricula-online.eu/de/...ott/4-H/?pg=16 (vorletzter Eintrag #3)

Der kurz nach der Geburt verstorbene Jakobus/Jacob hat bei den Spalten zum Vater lediglich Striche stehen.
https://data.matricula-online.eu/de/...ott/4-H/?pg=11 (Eintrag #7, 4. Zeile von unten)


Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:
  • Wie kann man "aufgrund einer Eheschließung" ein Kind legitimieren, wenn laut der Datumsangabe die Hochzeit noch Jahre in der Zukunft liegt?
  • Wieso sind bei den Einträgen der legitimierten Kinder Martin und Joseph keine Striche wie beim verstorbenen und somit nicht legitimierten Jacob zu erkennen? Hätte der Pfarrer nicht zum Zeitpunkt der Geburt beim Vater Striche eintragen müssen und zum Zeitpunkt der Legitimation die Daten nachtragen/darüberschreiben?
  • (hat aber nichts mit dem Titel zu tun) Ist der angegebene Wohnort Ludenhausen von Johann Keller der zum Zeitpunkt der jeweiligen Geburt oder der Eintragung? Bei den späteren ehelichen Kindern steht dort immer Rott analog Maria Stromers Wohnort
  • Übersehe ich hier etwas absolut offensichtliches??
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 12.05.2021, 20:07
Benutzerbild von Svenja
Svenja Svenja ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Kanton Luzern, Schweiz
Beiträge: 3.295
Standard

Hallo

Zitat:
"per matrimonium subsequens legitimus ... 2. Januar 1864"
Also "per matrimonium subsequens legitimus" lese ich dort nicht, sondern "legitimiert nach gerichtlichem Entscheid vom 2. Januar 1864".

Gruss
Svenja
__________________
Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste:
https://iten-genealogie.jimdofree.com/

Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 12.05.2021, 20:18
Coralie Coralie ist offline weiblich
Neuer Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 12.05.2021
Ort: Bayern
Beiträge: 3
Standard

Hallo Svenja,

das ergibt ja so viel Sinn

Aber gerade bei Josephs Geburtseintrag lese ich am Anfang immer noch "per matrim. subs. legitim." Das was ich als "matrim." entziffer muss dann aber ja etwas anderes bedeuten?

Gruß
Coralie
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 12.05.2021, 20:39
Benutzerbild von AKocur
AKocur AKocur ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.05.2017
Ort: Aachen
Beiträge: 1.294
Standard

Hallo,

ich lese da erst etwas lateinisches mit vielen Abkürzungen, das durchaus "per matrimonium subsequens legitimus" heißen könnte und dann danach "nach gerichtl Certificat ? vom". Es sieht mir auch sehr nach zwei verschiedenen Handschriften aus.

Ich könnte mir vorstellen, dass es erst eine Vaterschaftsanerkennung vor Gericht gab, die im KB eingetragen wurde, danach dann die Eheschließung der Eltern, wonach die Legitimierung nachgetragen wurde. Das würde auch erklären, warum der lateinische Teil so gequetscht wirkt.

Bei dem bereits verstorbenen Kind passierte, da das Kind nunmal schon tot war, weder eine Vaterschaftsanerkennung noch gab es einen Grund hier die Legitimisierung nachzutragen, also gibt es keinen der Nachträge.

Was die Striche angeht, da scheint der Pfarrer kein Muster gehabt haben. Vielleicht hat er da keine Striche gemacht, wo er wusste, mit wem die Kindsmutter zusammen war, und er erwartete, dort den Vater irgendwann nachtragen zu müssen.

LG,
Antje
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 13.05.2021, 12:34
Coralie Coralie ist offline weiblich
Neuer Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 12.05.2021
Ort: Bayern
Beiträge: 3
Standard

Auch dir vielen Dank, Antje.

Zitat:
Zitat von AKocur Beitrag anzeigen
Ich könnte mir vorstellen, dass es erst eine Vaterschaftsanerkennung vor Gericht gab, die im KB eingetragen wurde, danach dann die Eheschließung der Eltern, wonach die Legitimierung nachgetragen wurde. Das würde auch erklären, warum der lateinische Teil so gequetscht wirkt.
Habe noch die Geburt einer Tochter (https://data.matricula-online.eu/de/...ott/4-H/?pg=20 #20, vorletzter Eintrag) und dort sieht man durch den leichten Versatz bzw. durch den Nachtrag in zwei Zeilen, dass das wahrscheinlich zu zwei Zeitpunkten geschehen sein muss.

Gruß
Coralie
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:36 Uhr.