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  #11  
Alt 02.08.2020, 00:42
sonki sonki ist offline
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Also den Namen Marcus findet man u.a. im FN-Index der evg. St. Elisabeth Kirche zwischen 1769-1785. Es sind aber nur die Namens-Register erhalten, also bringt das leider auch nichts. Ein _ganz_ grober Check in diversen anderen Namensregistern verschiedenster Kirchen ist weitestgehend ohne Ergebnis verlaufen.
So richtig stark scheint der Name nicht in der Stadt vertreten gewesen sein (zumindestens so bis 1830). Aber aufgrund der vielen Lücken in den KBs ist das natürlich keine verlässliche Aussage.

P.S. Zwar schon 1820, aber da findet man auch eine evg. Taufe, die Mutter ist eine unverehelichte Jüdin (Esther Marcus, geb. 1794 in Posen), wobei im Taufbericht steht, das sie für das Kind den FN Nachname Frommhold wählte. Das nur so zum FN ganz allgemein.
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Geändert von sonki (02.08.2020 um 01:05 Uhr)
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  #12  
Alt 02.08.2020, 11:36
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Hallo Ralf,

danke für deine ausführlichen Angaben. Ja, das ist schon sehr ärgerlich, wenn man so viele Daten zu einer Person vorliegen hat, was für die Zeit und das Gebiet von Schlesien sowie der Neumark auch eher selten ist, dann aber nicht an deren Geburtsort-/datum rankommt.

Wenn Frau u. Kinder ev. waren u. sein Bg-Eintrag auf kath. lautet, dann wird er wohl eher doch nicht konvertiert sein u. wurde somit kath. in Breslau getauft.

Von der Stadt Drossen blieben noch viele Stadt-, Gerichts- u. Zunft-Akten erhalten, die du aber sicher bereits im Archiv Landsberg kontrolliert hast.

Er trat 1803 ins altpreußische Militär ein. Zu diesem Zeitpunkt waren weder Drossen, Zielenzig, noch Reppen Garnisonstädte. Er könnte daher am ehesten im IR 24 ap mit Sitz in Frankfurt/Oder gewesen sein. Dessen Mannschaftsersatz kam u.a. aus Drossen. Das Stadtarchiv Frankfurt/Oder macht einen guten Eindruck. Vielleicht liegen dort noch Mannschaftslisten der Frankfurter Regimenter seit 1803, ein Versuch wäre es wert.

Du wirst meiner Meinung nach sowieso eher noch in der Neumark/Brandenburg einen Hinweis auf Carl Johann M. u. dessen Vater finden als in Breslau/Schlesien.

MfG
Manni
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  #13  
Alt 02.08.2020, 12:38
sonki sonki ist offline
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Wobei mich etwas jedoch wundert. Wenn er um 1785 in Breslau kath. getauft wurde (nehmen wir das jetzt mal als die wahrscheinlichste Sache an), müssten man dann nicht weitere Marcus'se in den kath. Büchern finden? Klar, wir wissen nicht ob seine Eltern nur kurzfristig in Breslau waren (eventuell halt nur durchs Militär), aber scheinbar war er doch der Einzige aus der Familie der dann in die Neumark ging, oder? Du schreibst ja, das keine Geschwister bekannt sind (ok, schwierig wenn die Eltern nicht bekannt sind), aber gibt es denn in Drossen ect. Marcu's die zumindestens alterstechnisch Eltern oder Geschwister hätten sein können?

Man könnte sich nun natürlich die kath. KB von Breslau vor die Brust nehmen und sie (soweit keine Namensregister vorliegen) durchblättern und Marcus'se suchen und schauen ob es da noch weitere mit diesem FN gibt, ruhig bis 1850 oder weiter. Wäre allerdings ne größere Arbeit und u.U. auch komplett sinnlos, falls der Vater eben nur kurzfristig um 1785 in Breslau weilte und weil es auch in den kath. Büchern einiges an Lücken gibt.
Im Adressbuch Breslau von 1832 findet man 6x den FN Marcus/Markus. Vielleicht mal dort ansetzen und schauen wer die waren?

Aber wie Manni ja bereits sagte, idealerweise findet man noch irgendwo in der Neumark irgendwelche Hinweise.
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Geändert von sonki (02.08.2020 um 12:52 Uhr)
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  #14  
Alt 04.08.2020, 07:33
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Vielleicht ist die Ortsangabe "Breslau" von dieser Ordensverleihungsurkunde auch etwas weiter aufzufassen, also dann "aus dem Breslauischen". Im Umfeld der Stadt Breslau gab es ja einige Klosterdörfer, in denen die Bevölkerung natürlich meist kath. blieb. Das würde wieder insofern einen Sinn ergeben, weil ja die Stadt Breslau vom Militärdienst befreit war, nicht aber der Landkreis Breslau. Der gehörte zws. 1797-1806 (Johann Carl. M. kam ja 1803 zum Militär) zum Kanton des IR 32 ap, das zur fraglichen Zeit in Breslau stationiert war.
In diesm Rgt. gab es bereits früher einen Joseph Marcus, dessen Tochter Anna Maria Catharina am 9.12.1781 in Brsl. getauft wurde. Allerdings kann ich das selbst kaum bestätigen, weil das MKB in einer wirklich unmöglichen Sauklaue geführt wurde.
Jetzt müsste man mal schauen, ob dieses Rgt. nach seiner Auflösung 1806 (Krieg verloren gegen Napoleon!) vielleicht durch die Neumark gezogen war und der Johann Carl M. deswegen dort "hängen blieb".

Aber auch bei dieser Überlegung ist natürlich wieder viel "vielleicht" dabei.
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